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Optimale Raumtemperaturen für gesundes Wohnen

Optimale Raumtemperaturen für gesundes Wohnen

Optimale Raumtemperaturen

Wer in der warmen Jahreszeit darüber nachdenkt, das Heizsystem zu erneuern oder gar auf eine andere Heizmethode umzusteigen, dem empfehlen wir, sich bereits im Vorfeld genau zu informieren und sich von Profis beraten zu lassen, um die gefühlte, gemessene und medizinisch empfohlene Raumtemperatur optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können. Hier ein paar Tipps für ein optimales Raumklima in den eigenen vier Wänden durch das richtige Heizsystem.



Der Körper reagiert permanent auf die jeweiligen Außentemperaturen und vollzieht einen laufenden Temperaturausgleich – hier spricht man von der gefühlten Neutral-Temperatur. Die Ausgleicharbeit des Körpers wird lediglich dann bemerkbar, wenn der Körper überdurchschnittliche Anstrengungen aushalten muss, um den Temperaturausgleich sicherzustellen. Dies ist sowohl bei extrem kalten als auch bei extrem heißen Außentemperaturen der Fall. Die sogenannte Neutral-Temperatur ist der optimale Orientierungswert, um die Temperatur in den eigenen vier Wänden richtig einstellen zu können. Worauf aber ist aber bei der Wahl des richtigen Heizsystems zu achten und welche heizformen gibt es überhaupt?

Zu den klassischen Heizformen Ölheizung, Gasheizung, Heizen mit Brennholz und Heizen mit Strom erfreuen sich zahlreiche alternative Heizmethoden zunehmender Beliebtheit. Dazu zählen Solarheizungen – also Heizen mit Sonnenenergie ebenso wie Erdwärmeheizungen bzw. Luftwärmepumpen. Ein paar davon haben wir uns genauer angesehen.


Elektrische Infrarotheizungen

Mit Infrarotheizungen, also Direktheizungen, die mit einem Thermostat ausgestattet sind, kann sehr schnell auf Temperaturabweichungen reagiert werden. Es wird auch hier empfohlen, sich sowohl im Sommer, als auch im Winter an der Neutral-Temperatur zu orientieren, da diese dem natürlichen Wärme- und Kälteempfinden entspricht. Extremes Einheizen im Winter, oder aber extremes Kühlen im Sommer ist daher eher gesundheitsschädigend, weshalb dringend davon abgeraten wird. Des weiteren wirbeln Infrarotheizungen im Gegensatz zu Konvektoren keinen Staub auf, wodurch besonders für Personen mit Atembeschwerden die Belastung verringert wird. Mit einer elektronischen Infrarotheizung können außerdem Heizkosten gesenkt werden, da die Anpassungen an geänderte Temperaturen schneller erfolgen.


Klimaanlagen richtig nutzen

Bedenken Sie, dass Klimaanlagen nicht dazu dienen, bei heißen Außentemperaturen Innenräume auf arktische Kälte zu kühlen. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall! Wird die Klimaanlage zu kühl eingestellt, kann dies gesundheitsschädigende Folgen haben: So sind auch in den heißen Monaten des Jahres vertrockneten Schleimhäute, Erkältungen, oder Atemwegserkrankungen möglich. Klimaanlagen sollten daher so eingestellt werden, dass die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur nicht zu hoch ist. Empfohlen wird ein Temperaturunterschied von circa sechs Grad, der bereits erfrischend wirken kann. Um weiteren Folgen entgegenzuwirken muss außerdem unbedingt auf ausreichendes Lüften geachtet werden.


Richtig Lüften

Wird nämlich nicht ausreichend gelüftet, steigt der CO2-Anteil in der Luft, gleichzeitig sinkt der verfügbare Sauerstoff. Dies zieht bekanntlich Müdigkeit und Kopfschmerzen zufolge. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, mehrmals täglich stoß zu lüften, anstatt die ganze Zeit das Fenster gekippt zu lassen. So kann der Luftaustausch optimal erfolgen, auch die Luftfeuchtigkeit steigt so wieder auf ihr Normalniveau – die aus Klimaanlagen stammende Luft ist trockener als die normale Umgebungsluft. Trockene Luft führt zum Austrocknen der Schleimhäute, wodurch das Immunsystem geschwächt wird und Krankheitserreger leichter Fuß fassen können.


Feinstaub bei Heizsystemen

Richtiges Lüften wirkt auch einer hohen Feinstaubbelastung entgegen. Bei Kopierern und brennenden Kerzen, aber auch bei Heizsystemen fällt oft Feinstaub an. Dieser führt zu Atembeschwerden und gehört indirekt zu den 19 krebserregenden Stoffen, wie eine Studie zu Kanzerogenen zeigt. Zwar führt der Staub selbst nicht unbedingt zu Mutationen und ungewöhnlichen Zellteilungen, die in Folge zu Tumoren anwachsen, jedoch haften mutationsfördernde Stoffe an der Oberfläche der Partikel.

Dazu gehört zum Beispiel Benzopyren, das bei unvollständigen Verbrennungen anfällt und so zum Beispiel vor allem in Autoabgasen zu finden ist. Dieser gehört zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und wird im Körper über eine längere Kette zu einer Epoxid-Gruppe umgewandelt, die sich an Guanin, einem der vier Hauptproteine der DNA, anhängt und so zu unnatürlichen Zellteilungen und in weiterer Folge zu Mutationen führt.


Heizsysteme im Vergleich

Dabei gibt es starke Unterschiede zwischen den Heizarten. Eine Studie der Regional Initiative Luft 2013 zeigt, dass die Feinstaubbelastung in absoluten Zahlen im Zeitraum zwischen 1990 und 2011 rückläufig ist. Dabei ist ein starker Trend weg von Kohle- hin zu Stückholzheizungen zu erkennen, der in weiterer Folge auch für den Anteil des von Stückholz verursachten Feinstaubs verantwortlich ist: im Verhältnis zu anderen Heizstoffen verursacht Stückholz über 80% der Feinstaubemissionen, Kohle sank im Zeitraum von 1990 bis 2011 von 28% auf 3%. Im Gegensatz dazu fällt bei Heizgas gar kein Feinstaub an, bei Heizöl bewegt sich die Belastung im einstelligen Bereich. Neigt man also zu Atembeschwerden, ist also eher zu Heizöl oder –gas zu raten, um die Belastung in der eigenen Umgebung möglichst gering zu halten.

Überlegt man, das Heizsystem auszutauschen, gibt es schließlich noch einen Faktor, der in Betracht gezogen werden sollte: der CO2-Ausstoß. Dieser erwärmt zwar nicht direkt die Umgebung, er trägt jedoch insgesamt gesehen gemeinsam mit anderen Treibhausgasen zur Erderwärmung bei – und so zu einer veränderten Umgebungstemperatur, an die sich der Körper langfristig gewöhnen muss.

Betrachtet man nur den Heizvorgang, wird beim Einsatz von Erdgas am wenigsten CO2 freigesetzt, gefolgt von Heizöl und Holz. Anbieter wie Wärme Austria vertreiben zudem Pellets, die ohne chemische Zusatzstoffe durch das Pressen von naturreinen, rindenfreien Hobel- und Sägespänen bzw. aus Sägewerk-Resthölzern hergestellt werden. Auf diesem Weg werden Reststoffe sinnvoll wiederverwertet und die Holzspäne abschließend veredelt Neben ihrer umweltfreundlichen Herstellung und Verwendung zählen Pellets auch zu jenen Heizmitteln, die die Gesundheit nicht zusätzlich belasten.

Da aber bei der Verbrennung von Holz nur das CO2 freigesetzt wird, das in der Wachstumsphase gebunden wurde, ist das Heizen mit Holz in dieser Hinsicht am umweltfreundlichsten. Heizen mit Pellets bringt noch andere Vorteile:

  • CO2-neutral
  • Förderungen bei Einbau möglich
  • Pellets zählen zu den günstigsten Heizvarianten und sind relativ preisstabil
  • sie sind günstiger als nicht erneuerbare Energieträger
  • Geringer Aufwand im Vergleich zu klassischer Holzheizung
  • Umbau von vielen Öltanks in Pelletstanks möglich

Viele Anbieter wie etwa Heizpellets24 haben solche Pellets bereits im Sortiment. Geliefert wird österreichweit und die meisten Bestellungen verzeichnen die Anbieter im Zuge der Einlagerungsaktionen, bei denen meist bereits im Frühjahr Angebote mit kostengünstigen Lieferungen ausgeschrieben werden.

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Quellen:

¹ Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (pdf)
² Strom Magazin: Heizungsvergleich

[dosko]

Linktipps:

– Feng Shui
– Verein proPellets Austria, Förderungsmöglichkeiten
– Heizpellets24
– Gesünder bauen? Tipps für Behaglichkeit & Wohlbefinden
– Feinstaubbelastung auch in Innenräumen hoch

Kave Atefie





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