Was passiert hier in meinem Ohr?
Durch Manipulationen im Gehörgang beispielsweise durch unsachgemäße und häufige Verwendung von Wattestäbchen kann die Bildung eines Ohrfurunkels begünstigt werden. Auch häufiges Schwimmen, besonders im Chlorwasser, trocknet die Haut aus. Sie ist dann gegen Infektionen nur mehr schlecht geschützt. Bei Druck auf den knorpeligen Vorsprung der Ohrmuschel macht sich ein Ohrfurunkel durch einen stechenden Schmerz bemerkbar. Zudem ist der Gehörgang häufig zugeschwollen und die Lymphknoten in der Umgebung der Entzündung vergrößert. Es kann auch zu Fieber kommen. Aus dem Furunkel kann sich gelblicher bis grüner Eiter in den Gehörgang entleeren.
Behandlung
Die Behandlung dieser eher harmlosen Ohrenerkrankung erfolgt durch Reinigung des Gehörganges mit Alkohol zur Desinfektion. Dadurch soll eine weiteres Ausbreiten der Entzündung unterbunden werden. Durch die zusätzliche Verabreichung von Antibiotika zur Abtötung von bakteriellen Keimen und Kortikoidsalben, die die entzündliche Reaktion stoppen, kann ein Ohrfurunkel in den meisten Fällen ausreichend behandelt werden. Schmerzlindernde Medikamente bei starken Ohrenschmerzen sind sinnvoll.
Schlägt die medikamentöse Behandlung nicht an, muss das Furunkel gegebenenfalls chirurgisch geöffnet werden, damit der Eiter ausfließen kann. Hiernach werden Antibiotikatabletten verabreicht, um die Krankheitskeime wirkungsvoll abzutöten.
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