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Beziehungsfrust statt Beziehungslust – offene Beziehung als Rettungsanker?

Beziehungsfrust statt Beziehungslust – offene Beziehung als Rettungsanker?

Beziehungsfrust - offene Beziehung als Lösung?

Für das emotionale Einschlafen und die sexuelle Unlust in einer Beziehung kann es viele Gründe geben. Bei einigen ist es der stets wiederkehrende Alltagstrott, der Leidenschaft und verliebtes Kribbeln mit seiner Eintönigkeit bereits im Keim erstickt. Für wiederum andere ist es die Gewissheit, den Partner an sich gebunden zu haben und daher keine Notwendigkeit mehr darin zu erkennen, die Beziehung mit kleinen Aufmerksamkeiten aufzupeppen.



Herrscht in der Partnerschaft Frust, kann sich dies auch schnell auf den seelischen Gemütszustand auswirken und zu Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit führen. Gerade im Winter wird der Körper dadurch unnötig strapaziert und ist zudem anfälliger für Viren und Bakterien. Bevor man sich nun aber trennt, stellt sich für viele Paare die Frage: Ist eine Offene Beziehung eine Alternative? Viele sehen in einer lockeren Partnerschaft die Lösung – allerdings ist dabei zu beachten, dass im Vorfeld klare Regeln für das weitere Zusammensein gezogen werden müssen.

Die zeitgemäße Bezeichnung lautet wohl On-off-Beziehung – tatsächlich kann eine offene Beziehung die Liebe retten, wenn die Partener damit einverstanden sind. Häufiger dient sie nur als Trennung auf Zeit bis man endlich loslassen kann, oder aber rechtfertigt bloß das Fremdgehen.

Die offene Beziehung

Wichtig ist es von vornherein zu klären, wie weit sich die offene Beziehung zieht. Sinnvoll ist es dabei, zunächst diese Beziehung-Patent über einen vorher fest bestimmten Zeitraum durchzuführen. Denn eine offene Beziehung ist kein Zustand, welcher sich über Jahre hinweg oder auf Dauer ausleben lässt – führt dieses „nicht Halbes und nichts Ganzes“ für die meisten doch zu nichts. Als kleiner Erfrischungskick für Abenteuerlustige kann diese Beziehungsform allerdings kleine Wunder vollbringen.

Ist nun ein Zeitraum definiert, bleibt zu klären, wie weit beide gehen dürfen. Einige gestatten in solch einem Beziehungsmuster ihrem Partner das Küssen anderer Menschen, manche gehen sogar so weit, dass der sexuelle Verkehr mit anderen Personen ebenso gestattet ist. So scheint sich insbesondere das Sexualleben wieder ankurbeln zu lassen. Eine Besonderheit solch einer offenen Partnerschaft gestaltet sich dadurch, dass man wieder lernt, sich gegenseitig zu vermissen und nicht als selbstverständlich anzusehen. Für Eifersüchtige ist diese Form der Beziehung allerdings nichts.

Das Modell der offenen Beziehung ist umstritten und das ist nachvollziehbar. Die offene Beziehung verstößt gegen die allgemein anerkannten Regeln der Treue und Monogamie, die in unserer Gesellschaft seit Jahrhunderten festgeschrieben wurden. Möglicherweise ist dieses Modell aber auch deshalb so unbequem, weil es die Scheinmoral einer Gesellschaft entblößt. Denn die uneingeschränkter Treue halten nur die wenigsten durch, da sprechen die Zahlen zum Thema Fremdgehen eine eindeutige Sprache.

Alternativen zum Beleben der Partnerschaft

Es muss allerdings nicht sofort ein Weg in eine offene Beziehung führen. Es gibt auch andere Wege, um die eingeschlafene Beziehung emotional wie auch sexuell wieder anzukurbeln. Neben kleinen Aufmerksamkeiten für den Partner und tiefen Gesprächen ist es besonders wirkungsvoll, gemeinsam neue Dinge zu entdecken, um die Partnerschaft erneut zu beleben. Möglichkeiten wären dabei etwa der Besuch eines tantrischen Massagekurses oder auch eines Swingerclubs.

Linktipps:

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Tantra und Tao – die hohe Kunst der Erotik
Eifersucht – Liebe bis auf’s Blut
Szenen einer offenen Beziehung (Die Zeit online)