So, 20.04.2014
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Tipps und Tricks für die richtige Nagelpflege

Tipps und Tricks für die richtige Nagelpflege

Nagelpflege

Neben Gesicht, Haaren, Beinen und Po sind Hände und Nägel die wichtigsten und öffentlichsten Schönheitsattribute des Menschen. Die Hände sind nicht nur Körper-Werkzeug, sondern auch Kommunikationsmittel. Sie vermitteln den Mitmenschen Gefühle wie Zuneigung, Ablehnung oder Misstrauen.



Die meisten Menschen schenken ihren Nägeln aber wenig Beachtung. Dabei haben sie viel mehr Aufmerksamkeit verdient: Mit ihrer Struktur, Farbe und Form zeigen die Nägel, was im Körper vor sich geht und mit welchen Krankheiten er gerade zu kämpfen hat. Sie deuten nicht nur auf aktuelle Krankheitszustände hin, sondern lassen auch zurückliegende Störungen erkennen. Geht man davon aus, dass ein Fingernagel im Durchschnitt zwei bis drei Millimeter pro Monat wächst, kann man leicht ablesen, wann der Körper eine Krankheit durchgemacht hat. Es lohnt sich also, seine Nägel als “Fingerzeig” der Gesundheit einmal genauer anzusehen.

Fakten

Gesunde Nägel sehen rosa aus, sind unbeschädigt, frei von Verschmutzungen und wachsen normal in die Furchen hinein. Die Nagelplatte besteht vollständig aus Keratin, einer “toten” Hornsubstanz, die von den Zellen der Nagelmatrix erzeugt wird. Nagelbett und Nagelmatrix werden sind durch starke Kollagenfasern mit dem umgebenden Gewebe verbunden. Ist die Nagelmatrix geschädigt, kann der Nagel nicht mehr normal wachsen.

Neben ihrer kosmetischen Bedeutung haben die Nägel “von Natur aus” eine Schutzfunktion. Aufgrund ihrer exponierten Position sind die Fingerenden besonders anfällig für Verletzungen durch tägliche Aktivitäten. Durch Greifbewegungen wird das empfindliche Gewebe am Ende der Finger gequetscht. Das Horngewebe der Nägel schützt vor diesem Druck, erhöht die Stabilität und verhindert Verletzungen.

Mit Hilfe der Nägel können die Finger kleine Gegenstände aufnehmen oder an einer juckenden Stelle kratzen. Erst durch die Nägel wird die Hand ein vollständiges “Werkzeug”. Heutzutage ist der kosmetische Aspekt jedoch fast wichtiger als die eigentliche Funktion.

Durch äußere Einflüsse wie Wasser, Kälte, Hitze, Temperaturschwankungen, Sonne und Wind werden die Hände und Nägel täglich auf die Zerreißprobe gestellt. Hinzu kommt die Wirkung von Chemikalien, die im Haushalt zur Reinigung verwendet werden oder beruflich bedingt zum Einsatz kommen.

Was die Fingernägel über die Gesundheit verraten

Nägel wachsen stetig, das durchschnittliche Wochenwachstum beträgt 0,25 bis 0,4 mm. Unter bestimmten Umständen wachsen sie schneller als üblich. Hier sind beispielsweise eine Überproduktion an Schilddrüsenhormon oder die Erholung von einer Verletzung zu nennen. Die Fingernägel geben also viele deutliche Hinweise, in welchem körperlichen Zustand man sich zurzeit befindet.

In den Fingerspitzen enden unzählige Nerven. Sie ermöglichen es uns unter anderem zu tasten. Auch die Wachstumszone der Fingernägel ist mit Nerven und Blutgefäßen gut versorgt. Allgemeinerkrankungen des Körpers können die Blutversorgung und die Funktion der Nerven beeinträchtigen. Auf dieses Weise können sie auch die Nägel in Mitleidenschaft ziehen, vor allem das Nagelwachstum.

Je nach Art der Störung kommt es zu verschiedenen Veränderungen der Fingernägel. Es kann sich ihre Form verändern, ihre Farbe oder ihre Stabilität. Vergiftungen können genauso ihre Spuren an den Nägeln hinterlassen wie schwere Infektionen, Stoffwechselstörungen oder rheumatische Erkrankungen.:

  • Starke, glatte Nägel ohne Rillen und Flecken deuten auf eine gute körperliche Verfassung hin.
  • Rissige, verformte, glanzlose Nägel können ein Hinweis auf Vitamin- und Mineralstoffmangel sein. Allergien, Verdauungs- oder Durchblutungsstörungen oder auch Hauterkrankungen können sich so zu erkennen geben.

Natürlich können auch die Nägel selbst erkranken: als Folge einer Verletzung, einer Infektion mit Pilzen oder Bakterien oder einer ständigen Beanspruchung z. B. durch Umgang mit Chemikalien.

Pilzinfektionen gehören zu den häufigsten Nagelproblemen. Nach bisherigen Schätzungen waren ca. 3-5 % der Bevölkerung von Nagelinfektionen betroffen. Doch aktuelleren Studien zu folge ist die wirkliche Zahl mit einer Inzidenz von ca. 20% Nagelpilzinfektionen in der Bevölkerung wesentlich höher.

  • Pilze rufen Veränderungen der Farbe, Struktur und Form der Nägel hervor; schwere Infektionen können den Verlust der Nagelplatte zur Folge haben; die Haut der Nagelumgebung kann gleichzeitig betroffen sein
  • Warzenviren können die Form des Nagels oder der Haut unter dem Nagel verändern
  • Bakterien führen zu Farbveränderungen oder schmerzhaften Infektionen unter dem Nagel oder der Haut in der Nagelumgebung
  • Störungen, die die Sauerstoffmenge im Blut beeinflussen, können zu “keulenförmigen” Nägeln führen; in der Folge sieht der Nagel wie die Rückseite eines Teelöffels aus
  • Leber- und Nierenerkrankungen können Nagelveränderungen hervorrufen
  • Schilddrüsenerkrankungen können Ursache für brüchige Nägel oder für die Trennung des Nagelbetts von der Nagelplatte sein (Onycholyse).

Tipps & Tricks für die richtige Nagelpflege

Wie überall anders auch gilt: Vorbeugung ist besser als heilen!

  • Saubere, trockene Füße schützen vor einer Pilzinfektion. Regelmäßiges Waschen der Füße mit Wasser und Seife und anschließendes gründliches Abtrocknen sind der beste Weg, Infektionen zu verhindern.
  • Schuhe und Strümpfe sollten täglich gewechselt werden. Tragen Sie gut passende Schuhe aus “atmungsaktiven” Materialien.
  • Vermeiden Sie zu enge Strümpfe und Schuhe, denn in ihnen bildet sich rasch ein Feuchtigkeitsreservoir. Baumwollsocken sind geeigneter als Socken aus Synthetikfasern, insbesondere bei Leuten, die viel Sport treiben.
  • Der Kontakt mit Mikroorganismen ist nicht vermeidbar. Allerdings gibt es “Hochrisikozonen”, in denen die Infektionsgefahr besonders groß ist. Dazu zählen Schwimmbäder, Umkleideräume und Duschen sowie Hotelzimmer. Tragen Sie hier nach Möglichkeit Badeschuhe.
  • Regelmäßiges richtiges Schneiden hilft, die Fußnägel gesund zu halten, ebenso das Tragen passender Schuhe mit flachen bis mittelhohen Absätzen. Fußnägel sollten gerade abgeschnitten werden, so daß der Nagel etwas länger ist als das Ende des Zehs..

Gönnen Sie Ihren Händen und Nägeln einmal pro Woche eine ausgiebige Pflege mit einem Bad aus warmem Olivenöl. Verwöhnen Sie die warmen, weichen Hände mit einer Massage und cremen Sie sie anschließend mit einer Handcreme oder Handmaske ein. Für die Fingernägel gibt es spezielle Nagelcremes, welche die Nagelhaut schön weich halten und den Nägeln Feuchtigkeit spenden. Eine ausgiebige Pflege ist vor dem zu Bett gehen empfehlenswert, da über Nacht die Wirkstoffe von Öl und Creme optimal in die Haut einziehen können.

Maniküre & Pediküre:

Feilen Sie immer nur in eine Richtung zur Nagelmitte in einem Winkel von 45 Grad.
Für weiche Nägel eignet sich eine Sandfeile am besten, für normale und harte Nägel Saphirfeilen oder Mineralfeilen.

Die Nagelhaut darf nie weggeschnitten werden, besser ist es, sie zurückzuschieben. Im Notfall sollte man die Hautfetzchen abzwicken.

Milde, acetonfreie Entferner verwenden. Watteopad anfeuchten und einige Sekunden auf den Nagel pressen. Einwirken lassen! Nun den Pad abstreifen.

Linktipps:

- Schöne & gesunde Fingernägel
- Informationen zum Thema Fußpilz
- Neemöl – Naturkraft mit breitem Anwendungsspektrum
- Nagelgesundheit – das WebMagazin für Haut & Nägel



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