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Graue Haare müssen nicht sein – zurück zur natürlichen Haarfarbe | Beauty

Graue Haare müssen nicht sein – zurück zur natürlichen Haarfarbe | Beauty

graue Haare

Verantwortlich für die persönliche Haarfarbe ist das Melanin. Gebildet wird das Melanin in den Melanozyten. Das sind Zellen, die in der Basalschicht und der Stachelzellschicht der Oberhaut vorkommen. Für die Bildung des Melanins benötigen die Melanozyten Aminosäuren. Die Aminosäure Tyrosin ist notwendig für die Bildung von Eumelanin. Die Aminosäure Cystein wird zusätzlich nötig, wenn das Phaeomelanin für blonde und rötliche Haare entstehen soll.



Ablaufen kann dieser Prozeß aber nur, wenn genügend Tyrosinase zur Verfügung steht. Dieses Enzym wird mit zunehmendem Alter seltener gebildet. Das führt dann nach und nach zur grauen Haaren. Der Grund: mit wenig Tyrosinase wird auch immer weniger Tyrosin gebildet. So nimmt auch die Produktion von Melanin ab. Das fehlende Melanin wird durch die Einlagerung von Luftbläschen ersetzt. Die Haare erscheinen grau.

Bei genauer Betrachtung, gibt es eigentlich keine grauen Haare, denn in jedem Büschel grauer Haare findet sich noch voll pigmentiertes farbiges Haar oder „farbloses “ Haar, bei dem die Pigmente fehlen. Der Eindruck von Grau oder Weiß entsteht eigentlich durch eine optische Täuschung, ausgelöst durch das Zusammenspiel noch farbiger Haare mit farblosen. Sogenannte Melanozyten – ihre Lebensdauer ist genetisch vorbestimmt – wandeln körpereigene Aminosäuren mit Hilfe von oxidierenden Enzymen in farbige Pigmente um. Man nennt sie Melanine. Zwei Melanin-Typen bestimmen die natürlichen Haarfarben: Eumelanin findet sich in braunem und schwarzen Haar, Phaeomelanin in rotem und blondem. Früher oder später lässt die Aktivität der Melanozyten nach, sie produzieren weniger Farbpigmente. Dieser Mangel bewirkt, dass sich in der Keratinschicht keine Pigmente mehr einlagern. Die Folge: das Haar wächst farblos aus der Wurzel.

Canities ist der medizinische Begriff für graue Haare

Medizinisch werden graue Haare als Canities bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Ergrauens. Vorzeitiges Ergrauen, ab dem 20 Lebensjahr, nennt sich auch Canities praecox.

Die Canities symptomatica, oder symptomatisches Ergrauen der Haare, kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Vitamin-B-Mangelanämie,
  • schwere endokrinologische Störungen, z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen,
  • akute, fieberhafte Erkrankungen,
  • Arzneimittelnebenwirkungen,
  • Kosmetika,
  • Metalle

Durch Färben kann man seine natürliche Haarfarbe verändern. Das ist nicht neu. Ist aber das Haar erst einmal grau geworden, dann ist es mit der natürlichen Haarfarbe vorbei. Es gibt aber eine Präparat, das die natürliche Haarfarbe zurückbringt, dies nennt sich renaturieren.

Wie bekommen graue Haare wieder ihre Naturfarbe ?

Eine besondere Wirkstoffkombination kann mit der sogenannten Melanin-Vorstufe die eigene Haarfarbe bis zu einem bestimmten Grad wieder zurückbilden. Man nennt diesen Vorgang renaturieren. Die Melanin-Vorstufe reagiert mit dem Sauerstoff der Luft und bildet durch die sogenannte „Luftoxidation “ naturanaloge Farbpigmente. Nach mehreren exakt durchgeführten Anwendungen, nimmt das Haar wieder seine ursprüngliche Farbe an. Bei ehemals hellbraunem bis dunklem Haar können gute Erfolge erzielt werden. Wer eine komplette Grauabdeckung wünscht, muss die Haare färben. Achten Sie auf eine oxidative, haltbare Coloration, speziell für graues Haar. Die Farbpigmente müssen ins Haarinnere eindringen und sich dort dauerhaft anlagern können.

Lufteinschlüsse werden durch künstliches Eumelanin ersetzt

Eine relativ neue Entwicklung auf dem Haarfärbemarkt ist die Haar-Repigmentierung. Das Färben erfolgt hier auf eine sanfte Weise ohne den Einsatz von aggressiven Oxidationsmitteln. Die naturidentischen Farbpigmente (statt der künstlichen Farbpigmente bei der Färbung) befinden sich im grauen Haar genau an den Stellen, wo die natürliche Haarfarbe fehlt. Lagert sich ausreichend Eu-Melanin (Schwarz-Braun-Pigment) an, so entsteht ziemlich genau der ursprüngliche Farbton. Durch die Reaktion mit Sauerstoff aus der Luft bilden sich relativ stabile Farbstoffe, die sich nicht auswaschen lassen. Man muss allerdings etwas Geduld mitbringen, denn die Farbenentwicklung ist erst nach zwei bis drei Tagen abgeschlossen. Bis zum erwünschten Ergebnis sind in der Regel drei Behandlungen nötig. Stufenweise nähert man sich dem gewünschten Farbergebnis und gewöhnt sich langsam an die neue „alte“ Haarfarbe. Um sie zu erhalten, muss man die Anwendung alle vier bis sechs Wochen wiederholen. Damit man kein blaues oder rosa Wunder erlebt, sollte man die Verpackungshinweise genau beachten. Das Mittel repigmentiert nicht alle „Ursprungs-„Haarfarben, da es nur Eu-Melanin enthält.

Das Präparat wirkt ähnlich wie bei einer Färbung. Allerdings werden keine künstlichen Farbpigmente in das Haar eingebracht, sondern auf synthetische Weise hergestellte Vorstufen des Eumelanins. Dieses lagert sich im grauen Haar genau an den Stellen an, wo die natürliche Haarfarbe durch Lufteinschlüsse ersetzt wurde. Diese Einschlüsse werden dann durch das Eumelanin ersetzt. Je dunkler das Haar früher war, desto mehr Lufteinschlüsse befinden sich im grauen Haar. Werden alle mit dem neuen Eumelanin gefüllt, so entsteht ziemlich genau die gleiche Haarfarbe.

Blonde und rote Haare lassen sich nicht renaturieren

Leider betrifft das aber nur die dunklen Haare. Die blonden und rötlichen Haarfarben lassen sich nicht „renaturieren“, weil bisher die Herstellung des Phaeomelanins noch nicht gelungen ist. Wer also einen rotbraunen Haarton hatte, der bekommt leider nur das Braun zurück. Eu-Melanin ist verantwortlich für die Farbtiefe des Haares. In braunem und schwarzem Haar kommt es in deutlich erkennbaren Körnchen vor. Die Herstellung des Gelb-Rot-Pigments, das Phäo-Melanin, ist bisher noch nicht gelungen. Es ist verantwortlich für hellblonde, blonde und rote Haare. Deshalb ist die „Renaturierung“ nicht geeignet für blonde und rötliche Haare. Bei braunroten Haaren kehrt leider nur das Braun zurück, der rötliche Schimmer geht verloren. Aber auch getöntes, gefärbtes, blondiertes oder sehr strapaziertes Haar sollte man nicht repigmentieren.

Renaturieren ist auch Färben

Der Vorgang des „renaturierens“ ist auch eine Färbung, weil auch eine Oxidation stattfindet. Dafür wird aber nicht das aggressive Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel verwendet. Die Vorstufen des natürlichen Melanins, die als „Farbe“ mit eingebracht werden, reagieren mit dem Sauerstoff der Luft. Das ist ein allmählicher Vorgang. Deshalb dauert es einige Zeit, bis alle grauen Haare verschwunden sind. Dennoch ist das Renaturieren letztendlich eine Färbung und es gilt wie beim Färben auch: Wenn das Mittel nicht mehr verwandt wird, kommen die grauen Haare wieder. Die entsprechenden Produkte erhalten Sie in Apotheken, Fachdrogerien und ausgewählten Friseur-Studios.

Linktipps:

– Haare färben, Haare tönen
– Hilfe gegen Schuppen
– Feine Haare – die besten Beauty-Tipps bei dünnem Haar