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Matcha Tee – Energiespender und Seelenschmeichler

Matcha Tee – Energiespender und Seelenschmeichler

Matcha Tee

In letzter Zeit hat sich ein neues japanisches Teegetränk auf dem europäischen Markt etabliert, das seinen Siegeszug zunächst still und heimlich geführt hat und mittlerweile gar nicht mehr aus den Cafés und heimischen Küchenschränken wegzudenken ist. Die Rede ist von Matcha Tee, der nicht nur aufgrund der besonderen Herstellungsweise überzeugt, sondern auch mit zahlreichen positiven Eigenschaften für den menschlichen Körper aufwarten kann.



In Asien ist die gesamte Teekultur grundsätzlich deutlich stärker ausgeprägt als in weiten Teilen Mitteleuropas. Wer einmal an einer japanischen Teezeremonie teilgenommen hat, weiß das. Kein Wunder also, dass viele der populärsten Tees aus Asien stammen und von dort mit immer größer werdender Begeisterung auch nach Österreich importiert werden. Grüner Tee, weißer Tee und Jasmintee gehören zu den absoluten Klassikern und sind in unterschiedlichsten Varianten, als Teeverschnitt oder als loses Blatt, in den Teegeschäften und Supermärkten dieser Welt zu erstehen. Die Qualität schwankt dabei erheblich, genauso wie der Preis und viele der in Europa angebotenen Teeverschnitte im Beutel würden die meisten Japaner vermutlich nur zu einem Naserümpfen veranlassen.

Matcha („pulverisierter Tee“) ist in Wahrheit kein neues Getränk, sondern wurde erst in den letzten Jahren in den westlichen Industrieländern entdeckt. Früher war der zu feinstem Pulver vermahlene Grüntee der japanischen Elite bei traditionellen Teezeremonien vorbehalten. Matcha Tee ist reich an Catechinen, verfügt über Carotine sowie eine große Anzahl unterschiedlicher Vitamine. Ihm wird neben dem hohen kulinarischen Genussfaktor auch eine Vielzahl positiver Effekte auf die Gesundheit nachgesagt, gleichwohl fehlen noch systematischen Studien, die Unterschiede zwischen Matcha und anderen Grüntees untersuchen. Grund genug jedenfalls Matcha Tee einmal genauer unter die Luppe zu nehmen.


Was ist Matcha Tee?

Bei Matcha Tee handelt es sich im Grunde genommen um einen grünen Tee, der in pulverisierter Form verkauft wird. Hierbei werden jedoch nicht einfach irgendwelche Teeblätter gesammelt und anschließend zu Pulver gemahlen. Die Blätter werden bereits vor der Ernte ausgewählt und dann vier Wochen vor dem Stichtag beschattet. Auf diese Weise verändert sich nicht nur der Geschmack des Blattes, sondern gleichzeitig auch die Farbe. Das Blatt wird dunkler und präsentiert sich in einem satten Grünton. Daher stammt auch die auffallende Farbe des Matcha Tees.

Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft und getrocknet. Danach müssen die groben Blattgefäße entfernt werden, um die Qualität des Tees sicherzustellen. In Steinmühlen erfolgt anschließen zu zermahlen der Teeblätter zu feinem grünen Pulver. Matcha Tee wird bereits seit mehr als 1.000 Jahren hergestellt und blickt dementsprechend auf eine lange Tradition zurück.


Wie wird Matcha Tee zubereitet?

Entgegen der landläufigen Meinung wird Matcha Tee nicht einfach mit heißen Wasser aufgegossen, umgerührt und anschließend getrunken. Wenn es um japanische Teekultur geht, darf ambitionierter Teetrinker sich darauf gefasst machen, dass mit jeder Tasse Tee ein wenig mehr geboten wird. Um Matcha Tee auf traditionelle Weise genießen zu können, ist nicht nur die Wassertemperatur von Bedeutung sondern auch das Dosierungsverhältnis von Tee und Wasser. Überdies sollte bei der Zubereitung unbedingt ein enorm wichtiges Utensil namens Cha-sen – ein namens Bambusbesen – zum Einsatz kommen. Mit diesem Besen wird der Tee, sobald das heiße Wasser in die Tasse gegossen wurde, umgerührt, bis sich eine schaumige Krone bildet. Je höher die Krone, desto gelungener ist der Tee.

Mittlerweile existieren selbstverständlich auch verschiedene Mischformen und die traditionelle japanische Zubereitungsweise wird keineswegs überall zelebriert. Zahlreiche Rezepte für Mixgetränke mit Matcha Tee und auch Cocktails kursieren in Rezeptbüchern sowie in den Küchen von experimentierfreudigen Hobbyköchen. Mitunter werden sogar Speisen mit dem wohlschmeckenden Matcha Tee angereichert, Schokolade oder Bonbons sind hierfür nur zwei Beispiele. Wie viel von den wertvollen Inhaltsstoffen bei derartigen Produkten allerdings noch vorhanden ist, bleibt fragwürdig. Einige Inspirationen für Rezepte mit Matcha Tee findet man bei entsprechender Suche schnell im Internet.


Welche Wirkung bringt Matcha Tee mit sich?

In der traditionellen asiatischen Medizin verfügt der Matcha Tee über einen besonders guten Ruf, da ihm viele positive Eigenschaften zugesprochen werden. Wissenschaftliche Ergebnisse zur Belegbarkeit dieser Eigenschaften gibt es bisher nicht, was selbstverständlich nicht bedeuten muss, dass sie dem Matcha Tee wieder abzusprechen wären. Außerdem lassen sich verschiedene Bestandteile im Matcha Tee auch ohne groß angelegte wissenschaftliche Studien nachweisen und diese Bestandteile sind für den Körper in jedem Fall von großer Bedeutung.

Catechine beispielsweise sind in verhältnismäßig großen Mengen im Matcha Tee vorhanden. Sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und verfügen über ein hohes antioxidatives Potential. Dieses antioxidative Potential kann beispielsweise das Hautbild dauerhaft verbessern und einen Verjüngungseffekt mit sich bringen. Freie Radikale im Körper werden gebunden, was diesen positiven Effekt nach sich zieht. Darüber hinaus regen die Catechine im Matcha Tee die menschliche Verdauung an, was den Tee zu einer praktischen Ergänzung bei diätischen Lebensweisen macht.

Neben den Catechinen sind auch die Carotine im Matcha Tee von nicht unerheblicher Bedeutung. Carotine sind eine Art Pflanzenfarbstoff aus der Natur, der vor allem in bunten Früchten und Blättern aufgefunden werden kann. Den meisten Menschen dürfte Carotin dementsprechend aus der klangverwandten Karotte bekannt sein. Carotin kann vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden, da die Fähigkeit des Körpers Carotine zu verarbeiten allerdings gering ist, sollte auf eine Überdosierung geachtet werden. Auch Carotine sowie das hieraus entstehende Vitamin A bringen eine antioxidative Wirkung, sprich langfristig einen verjüngenden Effekt mit sich.

Matcha Tee ist aber nicht nur für diejenigen Menschen zu empfehlen, die ihrer Haut ein jugendlicheres Aussehen und einen frischeren Touch verleihen wollen. Schließlich wohnt im Matcha Tee auch eine entzündungshemmende Wirkung, die durch ein Antioxidans namens Epigallocatechingallat kurz EGCG ausgelöst wird. In der Forschung wird derzeit darüber spekuliert, ob das EGCG eventuell bei der Heilung von Krebs unterstützen kann. Auch die sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen, zu denen beispielsweise Alzheimer und Parkinson gehören, könnten durch das Antioxidans Epigallocatechingallat gelindert und teilweise sogar bekämpft werden. Selbst bei der Behandlung des HI-Virus kann das EGCG zukünftig eine Rolle spielen, wobei viele dieser Ergebnisse bisher nur auf ersten Testreihen basieren und keineswegs bereits durch ausreichende Studien gestützt werden.

Neben diesen verschiedenen großen Inhaltsstoffen enthält Matcha Tee zudem eine beachtliche Menge der Vitamine A, B, C und E sowie Koffein und Aminosäuren. Die beiden letztgenannten können in ihrer Kombination erstaunlicherweise eine im ersten Augenblick gegenteilig erscheinende Wirkung erzielen, die sich bei genauerem Hinsehen aber perfekt ergänzt: Während das Koffein im Matcha Tee wach und fit macht, sorgen die Aminosäuren für eine ausgeglichene und entspannte Stimmung. Der Matcha Tee-Trinker fühlt sich demnach wach aber nicht überreizt. Kein Wunder also, dass gerade Berufstätige eine Tasse dieses Tees am frühen Morgen mittlerweile sogar mehr schätzen, als einen starken Kaffee.

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Quellen:

¹ Matcha Tee – umfangreiche Informationen
² Grüner Tee – Epigallocatechin-3-Gallat wirkt medizinisch | 3sat

Fotocredit:

© Shutterstock / stockcreations – http://www.shutterstock.com/gallery-288100p1.html

Linktipps:

– Wie gesund ist grüner Tee?
– Winterzeit ist Teezeit – alles über Tee
– Tee und seine Wirkung
– Superfoods – Goji, Acai, Maca, Chia & Co. Was können sie wirklich?
– Das grüne Wunder? (PTA IN DER APOTHEKE; Ausgabe 05/12)