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Mastodynie  – Schmerzen in der Brust

Mastodynie – Schmerzen in der Brust

Mastodynie

Manche Frauen erleben ihren Körper sehr intensiv: Im Lauf des weiblichen Zyklus werden oft Unterleibs- und Rückenschmerzen erlebt, ebenso Stimmungsschwankungen, aber auch Brustschmerzen – Mastodynie genannt – kommen häufig vor.



Bei Mastodynie handelt sich um ein zyklusabhängiges Spannungsgefühl und Berührungsempfindlichkeit der Brust bzw. Brustwarzen. Diese treten meist in der zweiten Zyklushälfte unmittelbar vor der Menstruation auf und halten während der Menstruation an, verschwinden aber oft mit Beginn der Regelblutung wieder. Mastodynie ist keine ernsthafte Erkrankung, aber unangenehm!


Ursachen der Mastodynie

Die Ursachen von Mastodynie sind starke Hormonschwankungen während des Zyklus. Diese Hormonschwankungen bewirken eine Veränderung der weiblichen Brust. In der zweiten Zyklushälfte kann es zu vermehrten Flüssigkeitseinlagerungen kommen, wodurch die Brust anschwillt.

Ein unangenehmes Spannungsgefühl ist die Folge; manche Frauen berichten auch von verstärkter Berührungsempfindlichkeit bis hin zu ‚echten‘ Schmerzen.

Die hormonbedingte Flüssigkeitseinlagerung und die dadurch bedingte Volumenzunahme der Brust sind nicht bei allen Frauen gleich. Die Unterschiede sind einerseits bedingt durch die individuellen Empfindlichkeiten der hormonellen Empfängermoleküle, auch Rezeptoren genannt.

Andererseits ist auch die Hormonbildung selbst bei Frauen unterschiedlich stark ausgeprägt: Frauen bilden unterschiedliche Mengen an weiblichen Hormonen, diese wiederum bestimmen das Ausmaß der Flüssigkeitseinlagerungen in der Brust.

Mastodynie kann durch Hormonbehandlungen, Gynäkomastie, in seltenen Fällen durch eine Zyste, Brustkrebs und bestimmte Medikamente hervorgerufen werden. Schmerzen in der Brust sollten also in jedem Fall mit einem Arzt abgeklärt werden.

Meist ist Mastodynie aber einfach ’naturgegeben‘ und Bestandteil des weiblichen Zyklus – ähnlich wie Regelschmerzen oder andere prämenstruelle Syndrome.
Mastodynie tritt zwar wesentlich häufiger bei Frauen auf, allerdings können auch Männer von Brustschmerzen betroffen sein.


Symptome

Mastodynie ist keine Krankheit im engeren Sinn, Betroffene leiden aber nichts desto trotz untern den Veränderungen in der Brust: Schmerzen, Spannungsgefühle, Überempfindlichkeit der ganzen Brust – manchmal auch speziell der Brustwarzen – beeinträchtigen das Wohlbefinden vieler Frauen.

Die Brustschmerzen können sich mit der Zeit auch verändern: Das Innere der weiblichen Brust besteht großteils aus Fett- und Bindegewebe, welches das Drüsengewebe, das bei Bedarf Milch produziert, einbettet.

Im Lauf des Lebens einer Frau verändert sich das Verhältnis der Gewebearten zueinander. Mit zunehmendem Alter der Frauen nimmt der Anteil des Fettanteils zu, was zu knotigen Veränderungen im Brustgewebe führen kann – und zu verändert wahrgenommen Schmerzen.

In den meisten Fällen treten die Schmerzen bei Mastodynie in beiden Brüsten auf, es kann aber auch lediglich eine Seite der Brust betroffen sein. Auch die Absonderung einer milchigen Flüssigkeit aus den Brustwarzen ist möglich, vor allem wenn eine Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut vorliegt.

Mastodynie ist keine ernsthafte Erkrankung, dennoch sollten Sie die Beschwerden mit Ihrem Arzt besprechen, und Veränderungen im Schmerzerleben, bzw. Veränderungen der Brust beobachten. Ein routinemäßiges Abtasten der Brust sollte im Rahmen der Selbstkontrolle ohnedies regelmäßiges erfolgen.


Mastopathie

Mastodynie, also Schmerzien in der Brust, kann auch ein Symptom einer gutartiger Brusterkrankungen, Mastopahtie genannt, sein.

Das Wort Mastopathie meint grob übersetzt etwa „erkrankte Brust“. In den medizinischen Lehrbüchern wird der Begriff für eine ganze Gruppe von Veränderungen gebraucht, denen eines gemeinsam ist, nämlich die Vermehrung von Bindegewebe in der Brust.

Mastopathie tritt vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Es handelt sich bei dieser Diagnose um eine gutartige Veränderung der Brust: Schwellungen, Knoten oder Zysten können sich aber in schmerzhaften Beschwerden äußern.

Die bis zu kirschkerngroßen, gut abgrenz- und verschiebbaren Knoten sind auch von Laien ertastbar. Veränderungen dieser Knötchen sollten in jedem Fall mit einem Arzt besprochen werden, um mögliche weitere, eventuell bösartige Schwellungen zeitnah identifizieren zu können.


Behandlung

Eine Behandlung für Mastopathie gibt es eigentlich nicht, sehr wohl können aber die damit verbundenen Beschwerden, die Mastodynie, gelindert werden.

In der Naturheilkunde gibt es viele Möglichkeiten, gutartige Schmerzen in der Brust zu vermindern, wie z.B. die Einnahme von pflanzlichen Präparaten wie Mönchspfeffer oder Nachtkerzenöl. Auch Hausmittel wie kalte oder warme Auflagen oder das zarte Massieren der Brust haben sich bei Mastodynie gut bewährt.

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Literaturhinweis:

¹ The premenstrual syndrome; Lurie S, Borenstein R. (Obstet Gynecol Surv. 1990 Apr; 45(4):220-8. Review PMID: 2181358

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