1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (6 Bewertungen, Durchschnitt: 3,67 Sterne von 5)
Make-A-Wish Foundation: Wenn Träume wahr werden, ist auch Gesund-Werden möglich

Make-A-Wish Foundation: Wenn Träume wahr werden, ist auch Gesund-Werden möglich

Make-A-Wish-Foundation Österreich

Der 7-jährige Chris aus Phoenix in Arizona war an Krebs erkrankt. Seine Chancen auf Heilung waren leider sehr gering. Doch er hatte wie viele gleichaltrige, gesunde, Jungs einen typischen Bubentraum: einmal ein echter Polizist sein! Sein Traum ging damals 1980 in Erfüllung, er war der Ausgangspunkt für die Gründung der Make-A-Wish-Foundation®, einem international aktiven gemeinnützigen Verein, der sich die unentgeltliche Erfüllung von Herzenswünschen schwerstkranker Kinder zum Ziel gesetzt hat – auch in Österreich.



…und Chris Mutter hatte nur einen Wunsch: ihrem Sohn diesen Traum zu erfüllen. Sie kam in Kontakt mit zwei Beamten der Arizona Highway Police und kurzerhand ließen seinen Wunsch Wirklichkeit werden – das war die Geburtsstunde der mittlerweile international tätigen Make-A-Wish Foundation®.


Make-A-Wish Foundation®

Chris bekam eine Uniform, ein Kindermotorrad und eine Polizeimarke und durfte einen ganzen Tag lang Polizist sein – inklusive Helikopterflug und Strafzettel Ausstellen! Für ein paar Stunden war es gelungen, Chris sein schweres Schicksal vergessen zu lassen.

Und da Freude-machen bekanntlich die größte Freude macht, wurde beschlossen, auch anderen kranken Kindern zu helfen indem man sie für kurze Zeit ihr Schicksal vergessen lässt und ihnen einen Herzenswunsch erfüllt: Am 29. April 1980 wurde die Make-A-Wish Foundation® gegründet!

Heute ist die Foundation in 40 Ländern aktiv: alle 22 Minuten wird irgendwo auf der Welt der Herzenswunsch eines schwer kranken Kindes erfüllt! Weltweit erfüllen über 30.000 Mitarbeiter Wünsche von schwerkranken Kindern, von 1980 bis Mitte 2016 wurden rund 334.000 Kinderträume Wirklichkeit!


Wenn ich einmal groß bin…

‚Wenn ich einmal groß bin, dann…‘ – diesen Satz kennen wohl alle Eltern. Doch wie herzzerreißend sind diese Wünsche und Erwartungen, wenn nicht klar ist, ob ein ‚groß werden‘ möglich ist? Kinder, die an lebensbedrohenden Krankheiten leiden, können nicht darauf vertrauen, sich ihren großen Traum in Zukunft – wenn sie groß sind – selbst erfüllen zu können. Sie brauchen Hilfe bei ihrer Wunschrealisierung, sie brachen Unterstützung – und zwar rasch und unbürokratisch.

Im Vordergrund geht es natürlich zunächst darum, den kranken Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen und ihnen eine Freude zu machen. Daneben hat diese Wunscherfüllung aber auch noch einen psychologischen Effekt: „Wenn ich es schaffe, in einem Flugsimulator zu sitzen, oder mein Tennisidol Dominik Thiem zu treffen, dann kann ich auch gesund werden“ – so oder so ähnlich mag es sich in den Köpfen der kleinen Patienten rund um die Wunscherfüllung abspielen.

Dieses Selbstbewusstsein, das Erleben der ‚Selbstwirksamkeit‘ (im Gegensatz zur Ohnmacht vor der Krankheit) und der dabei wieder gewonnene Glaube an die eigene Stärke kann Selbstheilungskräfte aktivieren, die ohne diesen äußeren Input keine Anstoß bekommen hätten.

Oder wie es Prof. Dr. Keith Goh, Vorstandvorsitzender von Make-A-Wish® International treffend sagt: „Wenn man einen Traum erfüllt bekommt, den man für unerfüllbar gehalten hat, dann ist der Traum vom Gesundwerden auch etwas näher.“


Make-A-Wish Foundation® Österreich

Die Make-A-Wish Foundation® Österreich mit Sitz in Wien wurde 1997 von Frau Mag. Hanneke Roos gegründet und erfüllt Herzenswünsche schwer kranker Kinder zwischen 3 und 18 Jahren. Die österreichische Foundation finanziert sich ausschließlich über Spendengelder – die im übrigen steuerlich absetzbar sind – und konnte bisher mehr als 1.000 Herzenswünsche erfüllen.

Ob ein Treffen mit Christl Stürmer, David Alaba oder Andrea Berg, ein Kinderzimmer in den Farben Lila und Weiß, ein Urlaub am Meer, dabei sein bei Filmaufnahmen der Lieblingsserie, ein eigener Laptop, die Aufnahme einer Schalplatte, einmal Ballerina sein, ein Hubschrauberflug, ein Besuch in Disneyland,… – kein Wunsch ist unmöglich, solange er medizinisch vertretbar ist.

Der Verein lebt von ehrenamtlichen Mitstreitern und ist straff organisiert. Da gibt es die „Wunschholer“, die bei Besuchen bei kranken Kindern und deren Familien deren Herzenswunsch erfahren. Gemeinsam mit Eltern und behandelten Ärzten werden dann die notwendigen Formalitäten erledigt.

Der „Wunscherfüller“ ist dann für die Umsetzung des Wunsches verantwortlich. Er ist Drehscheibe zwischen allen Beteiligten, sucht gegebenenfalls Sponsoren für den Wunsch an sich oder das Rahmenprogramm oder die Anreise oder… die Anforderungen sind vielfältig und der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Auch im Bereich PR oder Marketing wird die Make-A-Wish Foundation tatkräftig von Ehrenamtlichen unterstützt, ebenso das Fundraising Team. Dieses riesige Team von Freiwilligen wird vom Wiener Büro aus von lediglich drei fix angestellten Halbtagskräfte organisiert.

Das große internationale Netzwerk ist bei der Erfüllung außergewöhnlicher Wünsche wichtig und unentbehrlich, und auch ohne die fortlaufende Unterstützung durch fixe Sponsoren wäre eine reibungslose und kontinuierliche Arbeit kaum möglich.


Sterntalerhof

Der Sterntalerhof ist eine weitere Anlaufstelle für Familien mit schwerkranken Kindern. Das Konzept ist etwas anders: Hier kümmert man sich um Familien mit chronisch- und sterbenskranken Kindern, wobei das Familiensystem – statt dem individuellen und einzigartigen Wunsch des kranken Kindes – im Vordergrund steht.

Der im Burgenland angesiedelte unabhängige und gemeinnützige Verein wurde 1999 gegründet und verfolgt einen interdisziplinären Ansatz aus Therapie, Pädagogik, Seelsorge, Psychologie und – soweit anwendbar – Therapeutischem Reiten.

In der ganzheitlich-familienorientierten Betreuung bleibt das kranke Kind mit seiner Familie zwischen einer und drei Wochen auf dem Sterntalerhof. Ziele des Aufenthalts in natürlicher und liebevoller Atmosphäre:

  • Ruhe finden,
  • Kraft tanken,
  • Zuversicht gewinnen,
  • oder auch Abschied voneinander nehmen.

Neben der regulären Betreuung von Familien finden pro Jahr auch regelmäßige Geschwisterwochen statt. Hier stehen die Geschwister von kranken oder verstorbenen Kindern im Mittelpunkt.

Diese Kinder erhalten in einem Familiensystem mit einem schwerkranken Geschwisterchen oft nicht genug Aufmerksamkeit und sind schwerem Stress ausgesetzt. Auch und gerade diese Kinder haben eine Auszeit und den Austausch mit Gleichgesinnten oft sehr notwendig.

Die Geschwister Gruppen stellen ein wertvolles Erfahrungsfeld dar, und der Austausch und Aktivitäten mit Gleichgesinnten und das Gefühl, nicht alleine zu sein, fördern die soziale Verbundenheit. Ängste, Trauer, Probleme und Lebensgeschichten können geteilt und miteinander getragen werden.

Der Sterntalerhof „schenkt den Kindern ein Heute, deren Morgen in den Sternen steht“. Er finanziert seine Arbeit ebenso wie die Make-A-Wish Foundation® ausschließlich über Spenden und kann daher nur mit Unterstützung von freiwilligen Helfern bestehen.

Linktipps:

– Make-A-Wish Foundation®
– Sterntalerhof
– Musiktherapie bei Kindern
– Chronische Kinderkrankheiten