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Lungen-, Brust- und Hautkrebs – die häufigsten Karzinomerkrankungen weltweit

Lungen-, Brust- und Hautkrebs – die häufigsten Karzinomerkrankungen weltweit

Karzinomerkrankungen

Krebs ist weltweit auf dem Vormarsch und wird immer mehr zur Volkskrankheit. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt der Welt-Krebs-Bericht 2014 der World Health Organization (WHO).¹ Diese Studie wurde zum ersten Mal im Jahre 2003 veröffentlicht und in ihrer jetzigen Auflage bereits zum dritten Mal durchgeführt.



Die häufigsten Karzinomerkrankungen – Artikelübersicht:

Nach dieser umfangreichen Statistik, die von der International Agency for Research on Cancer (IARC) veröffentlicht wurde und an deren Erstellung mehr als 250 Mediziner, Ärzte und Forscher aus insgesamt 40 Ländern beteiligt waren, ist bis zum Jahre 2025 mit einem weltweiten Anstieg der Krebserkrankungen um 40 Prozent zu rechnen – das wären immerhin 20 Millionen neue Krebskranke pro Jahr.

Im schlimmsten Fall könnte diese Zunahme nach Einschätzung der WHO sogar bis zu 70 Prozent betragen. Alleine für das Jahr 2012 belegen die aktuellen Zahlen 14 Millionen neue Krebsdiagnosen auf der ganzen Welt. Die IARC begründet den prognostizierten, dramatischen Anstieg durch das zu erwartende Bevölkerungswachstum und die immer höhere Lebenserwartung.

Ein weiterer wichtiger Risikofaktor sind ein ungesunder Lebensstil wie starkes Rauchen und Bewegungsmangel sowie falsche Ernährungsgewohnheiten wie der übermäßige Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Alkohol. Auch hinsichtlich der weltweiten, durch Krebs verursachten Todesfälle kommt die Studie zu besorgniserregenden Prognosen.

Starben im Jahre 2012 auf der ganzen Welt noch etwa 8,2 Millionen Menschen an Krebs, so könnte diese Sterblichkeitsrate in den nächsten 2 Dekaden weltweit auf bis zu 13 Millionen Menschen pro Jahr ansteigen.

Lungenkrebs – 1,6 Millionen Todesfälle weltweit im Jahre 2012

Dem World Cancer Report 2014 zufolge war der Lungenkrebs im Jahre 2012 global die mit Abstand häufigste und am weitesten verbreitete Krebsform. Diese machte mit 1,8 Millionen dokumentierten Neuerkrankungen einen Anteil von 13 Prozent an der Gesamtheit der in diesem Jahr weltweit registrierten Krebserstdiagnosen aus.

Die aktuellen Zahlen belegen, dass 1,6 Millionen der insgesamt 14 Millionen, durch Krebs bedingten Todesfälle im Jahre 2012 auf Lungenkrebs zurückzuführen sind. Als Hauptrisikofaktor nennt der Bericht nach wie vor rauchen.

Als klassische Symptome für Lungenkarzinom werden von Medizinern u.a.

• Atemnot,
• Bluthusten,
• Brustschmerzen,
• Schluckbeschwerden
• Zwerchfellnervenlähmung

genannt.

Brustkrebs – die häufigste Todesursache bei deutschen Frauen zwischen 35 und 55 Jahren

Der Studie zufolge steht der Brustkrebs gleich hinter dem Lungenkrebs auf Platz 2 in der Liste der weltweit häufigsten Karzinomarten. Mit 1,7 Millionen registrierten Neuerkrankungen bildet das Mammakarzinom einen Anteil von 11,9 Prozent an der Gesamtheit der im Jahre 2012 weltweit dokumentierten Krebserstdiagnosen.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Senologie und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erkranken jedes Jahr alleine in Deutschland 46.000 Frauen neu an diesem Karzinom, was den Brustkrebs statistisch zur häufigsten Krebsform bei Patientinnen in der Bundesrepublik macht.²

Zwar umfasst die Hauptrisikogruppe grundsätzlich Frauen jeden Alters, allerdings erhöht sich das Brustkrebsrisiko mit zunehmendem Alter und steigt ab dem 40. Lebensjahr signifikant an. Daher raten Mediziner Frauen ab 40 Jahren zu regelmäßigen Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen wie der Mammographie.

18 Prozent aller durch Karzinomerkrankungen bedingten Todesfälle bei Patientinnen in Deutschland können auf Brustkrebs zurückgeführt werden. In der Altersgruppe der Frauen von 35 Jahren bis 55 Jahren ist dieses Karzinom in der Bundesrepublik sogar die häufigste Todesursache schlechthin.

Ärzte unterscheiden mehrere verschiedene Risikofaktoren für Brustkrebserkrankungen:

  • eine individuelle genetische Veranlagung,
  • eine höhere Anzahl von Menstruationszyklen,
  • die Einnahme von Hormonpräparaten wie der Antibabypille
  • sowie ein höheres Alter.

Als ernstzunehmende Anzeichen für Mammakarzinom gelten

  • Knoten
  • Verhärtungen und Verdichtungen in der Brust und/oder in der Achselhöhle
  • bislang nicht aufgetretene Form- und Größenunterschiede der Brüste.

Hautkrebs – die meist verbreitete Karzinomerkrankung bei deutschen Frauen zwischen 20 und 29 Jahren

Eine andere, in Österreich und Deutschland ebenfalls weit verbreitete Krebsart ist der Hautkrebs. Nach Erkenntnissen der Deutschen Krebshilfe und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister erkrankten alleine in der Bundesrepublik im Jahre 2013 insgesamt 234.000 Menschen neu an diesem Karzinom. Die Erkrankungsrate ist heutzutage vier Mal so hoch wie noch vor 30 Jahren. Die Sterblichkeitsrate liegt hierbei in der Bundesrepublik pro Jahr bei etwa 3000 Menschen.

Wer sich für das Thema Hautkrebs-Prävention interessiert und sich ausführlich über dessen Anzeichen und Symptome informieren möchte, der findet hier eine Übersicht der Auffälligkeiten.

Bei deutschen Frauen ist der bösartige schwarze Hautkrebs (das maligne Melanom) in der Altersgruppe von 20 Jahren bis 29 Jahren die meist verbreitete Krebsform und in der Altersgruppe von 30 Jahren bis 49 Jahren die zweithäufigste Karzinomerkrankung.

Mediziner machen für diese Entwicklung vor allem folgendes verantwortlich:

  • übermäßig häufige Solarienbesuche
  • einen zu sorglosen Umgang mit Sonnenbänken und
  • die sehr hohe Strahlungsintensität von künstlichem UV-Licht in Sonnenstudios

So unterschiedlich wie die verschiedenen Hautkrebsarten sind auch ihre klassischen Symptome:

  • knotige Hautwucherungen
  • und dunkel gefärbte Hautveränderungen

Daher ist es besonders wichtig, die Haut regelmäßig selbst zu inspizieren und an Früherkennungs- Screenings teilzunehmen.

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Quellen:

¹ WHO Krebsbericht 2014
² Ratgeber Brustkrebs

Linktipps:

– Früherkennung von Brustkrebs ist erlernbar
– Krebs: neue Erkenntnisse zu Diagnose und Therapie
– Neuer Bluttest ermöglicht frühzeitigen Krebs-Nachweis
– Vorsorge-Corner: Gesundenuntersuchung

Kave Atefie





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