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Kürbis gebacken | Rezept

Kürbis gebacken | Rezept

Gebackener Kürbis

Zutaten:

  • Kürbis (beliebige Sorte, besonders gut schmeckt der orangerote Hokkaido-Kürbis
  • Gewürze nach Belieben, z.B. Rosmarin, Thymian, Ysop, Estragon, Korianderkörner, Wacholderbeeren, Gewürznelken, Lorbeerblatt, Meersalz, Pfeffer,
  • Zitronensaft
  • Olivenöl


Gebackener Kürbis – einfach, aber immer wieder gut!

Zubereitung:

1. Kürbis gut waschen und in die Hälfte schneiden. Kerne entfernen, dann den Kürbis in grobe Stücke zerkleinern und auf einem Backblech verteilen.

2. Inzwischen eine Marinade aus grob gehackten und gemörserten Gewürzen – vermischt mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer – zubereiten. Diese Marinade über den Kürbisstücken verteilen und diese Mischung 25 – 35 Minuten bei 175 Grad (Gasherd Stufe 3) backen. Der Kürbis wird dadurch herrlich aromatisch, weich und kann sogar mit der Schale als Beilage oder Hauptspeise gegessen werden.

Der Kürbis, das Lieblingsgemüse unser Großmütter, kommt in den letzten Jahren zu neuen Ehren. Ob gelb, orange, rund, spitz oder einfach vollkommen unförmig – der Kürbis liegt wieder stark im Trend. Die Herbst- und Winterküche wird damit zum schmackhaften Erlebnis. Ein positiver Nebeneffekt sind die vielen gesundheitlichen Aspekte dieses Gewächses.

Der Kürbis, eine der ältesten Nahrungspflanzen, stammt aus Amerika und wurde dort seit über 5000 Jahren kultiviert. In Europa war lange Zeit nur der aus Afrika stammende Flaschenkürbis bekannt, welcher als Behältnis, Topf, Löffel oder Musikinstrument verwendet wurde. Heute sind über 800 namentlich bekannte Sorten im Umlauf, Amerika und Neuseeland gehören zu den Hauptanbaugebieten. Nur eine einzige dieser Sorten – der steirische Ölkürbis – hat schalenlose Kerne und ist zur Herstellung von Kürbiskernöl geeignet.

Neben der Farb- und Sortenvielfalt hat der Kürbis sehr interessante und wichtige Inhaltsstoffe zu bieten. Das Kürbisfleisch ist sehr bekömmlich und hat aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin eine aufbauende, abwehrstärkende Wirkung. Bei Magen-Darm-Erkrankungen, Herz- und Nierenleiden wird diese positive Wirkung therapeutisch eingesetzt.

Durch seinen hohen Gehalt an Kalium wirkt der Kürbis ausleitend und entwässernd. Weitere wichtige Substanzen sind Vitamin A (gut für die Augen und den Stoffwechsel der Haut), Vitamin C, Vitamin E (wichtig für unseren Fettstoffwechsel), Vitamin B-Komplex, Kalzium, Magnesium und Folsäure. Durch den hohen Gehalt an Antioxidantien und Carotinoiden (Hokkaido-Kürbis enthält mehr Carotin als Karotten) ist Kürbis auch als Schutz gegen Krebserkrankungen im Gespräch.

Die berühmten Kürbiskerne sind eine gesunde Knabberei und wegen der enthaltenen Phytosterine (pflanzliche Hormone) besonders wohltuend für Blase und Prostata. 2 bis 3 Esslöffel täglich werden für eine vorbeugende Wirkung empfohlen. Vom österreichischen Standpunkt besonders wichtig ist das berühmte Kürbiskernöl. Es enthält ca. 80 % ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Chlorophyll (verantwortlich für die charakteristische dunkle Färbung), wertvolle ätherische Öle und vieles mehr. Kürbiskernöl eignet sich durch das günstige Fettsäuremuster hervorragend zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beeinflusst den Cholesterinhaushalt positiv. Die enthaltene Linolsäure stimuliert die Immunreaktion und stärkt das Nervensystem.

Allzu oft führt der Kürbis ein Schattendasein als Kürbiscremesuppe, dabei gibt es viele andere Arten der Zubereitung. Der Kürbis ist ein Verwandlungskünstler – ob als Vorspeise, Hauptspeise oder als Beilage, ob in Brot, Salat, Dessert oder Kuchen – Kürbisgerichte sind ebenso vielseitig, wie es Sorten auf unserer Erde gibt.

Anregung zu diesem Rezept: Dr. Claudia Nichterl – www.essenz.at

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