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Kresse | Heilpflanzenlexikon

Kresse | Heilpflanzenlexikon

Kresse als Heilpflanze

Die Gartenkresse ist eine einjährige Pflanze, mit der wahrscheinlich kürzesten Wachstumszeit aller Gewürzpflanzen. Sie wird in Form von Keimlingen angebaut und verwendet. Die Pflänzchen keimen so schnell, dass sie innerhalb einer Woche für den Verzehr geeignet sind. Ihr scharfer Geschmack erinnert aufgrund ihres hohen Gehalts von Senfölglykosiden an den von Senf, Gartenkresse ist zudem reich an Vitamin C.



Die Kresse hat ihren Ursprung vermutlich in West- oder Zentralasien und wurde durch die Römer nach Europa gebracht und kultiviert. In der Antike war sie den Römern, den Griechen und den Ägyptern bereits als Nutzpflanze bekannt. In Pharaonengräbern wurden Samen von der Kresse gefunden. Karl der Große verordnete in seiner „Capitulare de villis“ den Anbau von Kresse.

Genau genommen verbergen sich unter dem Überbegriff Kresse drei verschiedene Gattungen, die zu zwei unterschiedlichen Pflanzenfamilien gehören. Zur Familie der Kreuzblütler gehören:

– Gartenkresse (meist kurz Kresse genannt) und
– Brunnenkresse (auch Bach- oder Wasserkresse).

Zur Familie der Kapuzinerkressegewächse wiederum gehört die Kapuzinerkresse (auch als Salatblume bekannt).

Der Anbau von Kresse erfolgt industriell entweder im Freiland oder aber in größeren Mengen in Gewächshäusern. In den Handel kommt die Kresse zumeist als junge Keimpflanze in kleinen Kartons in Form eines kleinen Beets. Die Keime werden dann mit einer Schere oder einem Messer nicht zu tief abgeschnitten.

Nachdem man die Keimlinge gewaschen hat, kann man sie sofort verzehren. Sie eignen sich als Gewürz in Aufstrichen, direkt aufs Brot oder in Salaten.

Die anspruchslose Kresse eignet sich auch sehr gut für den Anbau zu Hause. Dazu genügt ein kleines Schälchen mit Küchenpapier oder Watte ausgelegt, darauf streut man die Samen und hält es feucht an einem lichten Ort. Nach wenigen Tagen beginnt die Kresse bereits zu keimen.

Die Kresse erfreut sich aber nicht nur aufgrund ihres würzigen Aromas in der Küche großer Beliebtheit, auch durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt zeichnet sie sich aus, sowie durch ihren Gehalt an Mineralstoffen. Die Kresse regt die Verdauung an, wirkt antibiotisch und anregend.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Lepidium sativum
  • Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 60 cm
  • Farbe der Blüten: weiß bis rosa
  • Sammelzeit: März bis September, zu Hause ganzjährig
  • Vorkommen: ursprünglich vermutlich aus West- oder Zentralasien, heute weltweit kultiviert
  • Standorte: anspruchsloser Lichtkeimer, feuchte Böden
  • verwendete Pflanzenteile: Keimlinge, Kraut

Synonyme

Breitblatt-Kresse, Cresso, Kasse, Kersche, Kerschel, Kressekraut, Kressig, Pfefferkraut,  Sterkers

Wirksame Inhaltsstoffe

Alkaloide, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Isothiocyanate (Glucosinolate=Senfölglykoside), Mineralstoffe Eisen, Kalzium, Schwefel), Schleimstoffe, Vitamine (A, B1, B2, B6, C)

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Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Heilwirksame Fähigkeiten und Anwendungsgebiete sind:

  • anregend,
  • antibiotisch
  • Appetitlosigkeit
  • Asthma
  • Blasenentzündung
  • fördert die Blutbildung
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • harntreibend
  • Milch fördernd
  • Nierenbeckenentzündung
  • regt den Fluss von Magen- und Gallensaft an
  • Verstopfung B

Dosierung und Anwendung

Die Kresse kann als Gewürz in der Küche genutzt werden. Frisch auf ein Butterbrot oder in Salaten gibt die Kresse den Gerichten nicht nur einen erfrischenden aromatischen Geschmack, sie regt unter anderem auch die Verdauung an und wirkt aufmunternd.

Die Kresse sollte sofort nach dem Ernten verzehrt werden. Innerhalb einer halben Stunde baut sie bereits ihre Vitalstoffe ab. Außerdem sollte sie immer roh gegessen werden, ansonsten gehen ihre Wirkstoffe ebenfalls verloren.

Warnhinweise

Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Die Kresse sollte immer frisch und roh gegessen werden, ansonsten verliert sie ihre Wirkstoffe (siehe auch Anwendung).

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipp:

– Kresse | Küchenkräuter
– Frühjahrsmüdigkeit adé
– Die Kraft der Kräuter nutzen

Kave Atefie





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