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Kraut & Rüben: Mangold bis Rote Rüben

Kraut & Rüben: Mangold bis Rote Rüben

Kraut und Rüben: Ernährungsinformationen

Teil 3 unserer Beschreibung der wichtigsten heimischen Kraut- und Rübensorten. Derzeit sind erntefrisch etwa Radieschen zu haben. Die kleinen runden Knollen leuchten nicht nur verführerisch rot und verleihen Salatteller dadurch einen farblichen Blickfang, sie sind durch die vielen enthaltenen Vitamine und Mineralien auch äußerst gesund und gelten wegen der hochwirksamen Senföle als regelrechte Geheimwaffe gegen Pilze und Bakterien.



Mangold

Mangold

Merkmale: Mangold gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Man unterscheidet zwei Kulturformen des Mangolds: Stiel- oder Rippenmangold und Schnitt- oder Blattmangold. Ersterer hat stark hervorstehende Rippen, die rot oder weiß sind. Der Schnittmangold hat spinatähnliche Blätter. Mangold ist sehr nahe mit der Roten Rübe verwandt, obwohl sein Aussehen und Geschmack eher eine enge Verwandtschaft mit Blattspinat vermuten lassen würde. Der Stengel der zweijährigen Pflanze schmeckt nussig.

Verwendung: Sowohl der Stiel als auch die Blätter des Mangolds lassen sich zur Zubereitung verwenden. Die Stiele lassen sich wie Spargel zubereiten. Die Haut des Stielmangolds muss abgezogen werden. Das Blattgrün kann auch überall als Ersatz für Blattspinat genommen werden und wird genau wie dieser zubereitet. Die Stiele beim Stielmangold sollten fest und weiß sein. Mangold ist nur bedingt haltbar. Mangold eignet sich übrigens auch gut als Balkonpflanze. 100 Gramm haben 25 Kcal.

Zugeschriebene Heilkräfte: Mangold hat dank seines Hohen Vitamin B Gehaltes beruhigende Wirkung. Zudem enthält Mangold zahlreiche Mineralstoffe so zum Beispiel Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium und er ist sehr Eiweiß reich. Zusätzlich enthält Mangold einen geringen Anteil an Vitamin C. Mangold hilft gegen Darmträgheit und senkt den Blutfettspiegel.

Pak Choi

Merkmale: Pak Choi ist auch unter dem Namen Pak Soi, Chinesischer Senfkohl oder Blätterkohl bekannt und ist ein enger Verwandter des Chinakohls. Er gehört zu der Familie der Kreuzblütengewächse und stammt aus dem asiatischen Raum. Dort wird er seit dem 15. Jahrhundert kultiviert. In Europa ist Pak Choi einjährig, bedingt durch das wärmere Klima ist sie in Asien zweijährig.

Verwendung: Verwendung findet Pok Choi hauptsächlich in der asiatischen, aber auch in der amerikanischen Küche. Verwendet werden hauptsächlich die Blätter. Kurz blanchiert kann Pak Choi auch als Salat genossen werden. Junge Pflanzen dienen als guter Ersatz für Mangold oder Blattspinat und werden auch auf dieselbe Weise zubereitet. Der Geschmack ist ähnlich dem des Chinakohls, allerdings schmeckt er etwas bitterer. Durch die enthaltene Feuchtigkeit sollte Pak Choi möglichst schnell nach dem Einkauf verarbeitet werden. Die einzelnen Blätter werden vor der Zubereitung am Besten einzeln gewaschen. 100 Gramm Pak Choi hat 22 Kalorien.

Zugeschriebene Heilkräfte: Pak Choi enthält eine große Menge an Senfölen, die eine antibiotische Wirkung haben. Zudem enthält Pak Choi wertvolle Nähr- und Mineralstoffe, darunter Kalium, Kalzium, Vitamin C und Karotine. Im Gegensatz zu den meisten Kohlsorten ist Pak Choi leicht verdaulich.

Pastinaken

Merkmale: Die Pastinake gehört wie auch die Karotte zu den Doldengewächsen. Früher war die Wildform der Pastinake überall auf der Welt zu finden und hatte als Gemüse den Stellenwert von Erdäpfeln heute. Durch ihren hohen Zuckergehalt ist sie reich an Kohlehydraten. Die Pastinake ist von November bis Mai erhältlich. Der Geschmack des zweijährigen Gemüse ist nussig und leicht süßlich.

Verwendung: Vor dem Kochen sollte die Pastinake gründlich gewaschen werden, man kann sie aber auch nach dem Kochen abziehen. Die Pastinake eignet sich roh zum Knabbern, ebenso gekocht als Püree, Suppe oder aber auch als Eintopf. Auch ein schmackhafter Sirup lässt sich zubereiten. Fein geschnitten kann sie wie Bratkartoffel zubereitet werden. Da sie nur sehr wenige reizfördernde Stoffe enthalten, sind sie gut als Babynahrung oder als Nahrungsmittel für Allergiker geeignet. Frische Pastinaken erkennt man daran, dass sie sich nicht verbiegen lassen und eine Straffe Haut haben. Werden sie in Sand eingegraben, halten sie über mehrere Monate lang. 100 Gramm haben 21 Kalorien.

Zugeschriebene Heilkräfte: Die Pastinake lindert Magen- und Darmbeschwerden und hat einen positiven Einfluss auf die Atmung. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken als Tee gegen Schlaflosigkeit und senken Fieber. Zudem soll die Pastinake eine harntreibende, entkrampfende aber auch antirheumatische Wirkung haben. Pastinaken enthalten außerdem nicht unerhebliche Mengen an Vitamin C, Folsäuren, Kalzium und Kalium.

Petersilwurzel

Merkmale: Die Petersilwurzel gehört zur Familie der Doldenblütler und wird auch Wurzelpetersil oder Knollenpetersil genannt. Ursprünglich stammt die Petersilwurzel aus dem südöstlichen Mittelmeerraum, dort wächst sie heute noch in vielen Gebieten wild. Die Blätter der Pflanze sind denen der Schnittpetersil sehr ähnlich, sie werden allerdings größer. Die Wurzel selbst ist weiß mit braunen Querringen, das Fruchtfleisch ist ebenfalls weiß. Sie schmeckt durch ihren hohen Anteil an Kohlenhydraten leicht süßlich, aber auch würzig.

Verwendung: Petersilwurzel ist fast immer Teil des Suppengrüns, eignet sich aber auch für die Zubereitung von Cremesuppen, auch ein Salat oder eine gesunde Beilage kann aus dem Gemüse zubereitet werden. Kleinere Wurzeln schmecken feiner. Sind die Blätter noch vorhanden sind, dann sollte man darauf achten, dass diese frisch sind. Sie können als Gewürz verwendet werden. Im Kühlschrank kann sie 2-3 Wochen gelagert werden.

Zugeschriebene Heilkräfte: Die Petersilwurzel hat den Ruf, durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen berauschend und aphrodisierend zu wirken. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Insbesondere Vitamin C, Vitamin B, Kalium und Calcium ist in der Wurzel enthalten. Allerdings sind die Blätter wesentlich nährstoffärmer. Die Petersilwurzel hat einen hohen Kohlenhydrategehalt. Die Petersilwurzel fördert die Verdauung, regt gleichzeitig den Appetit an und entwässert.

Radieschen

Merkmale: Radieschen stammen aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Ihre Herkunft hat das einjährige Gemüse in Vorderasien und China. Bereits im Altertum war den Menschen das Gewächs bekannt. Die zumeist rote Knolle wird bis zu 3cm dick. Unterschieden wird zwischen der Frühjahrs- und Herbstaussaat. Farbliche Ausnahme ist die weiße Sorte „Eiszapfen.“

Verwendung: Radieschen werden fast ausschließlich roh verzehrt. Sie eignen sich durch ihren scharfen Geschmack als würziges Element im Salat oder als Brotauflage. Salz lindert den scharfen Geschmack ein bisschen. Radieschen können auch etwa 20 Minuten gekocht werden und mit einer Sauce oder als Beilage verspeist werden. Die Blätter können ebenso gegessen werden. Entweder werden sie gekocht, ähnlich wie Spinat zubereitet, oder roh als Salat gegessen. Dellen an den Wurzeln oder welke Blätter weisen auf fehlende Frische der Radieschen hin. Im Kühlschrank halten sich Radieschen bis zu 48 Stunden. Allerdings sollten die Radieschen von ihren Blättern befreit werden und in ein feuchtes Tuch gewickelt oder in etwas Wasser gelegt werden. Radieschen haben nur etwa 20 Kalorien pro 100 Gramm.

Zugeschriebene Heilkräfte: Radieschen enthalten Vitamin C, Kalium und Eisen und unterstützt dadurch das Immunsystem. Das enthaltene Senföl enthält Stoffe, die antibiotisch aber auch krebshemmend wirken.

Rote Rüben

Merkmale: Die Rote Rübe gehört zu der Familie der Gänsefußgewächse und ist auch unter dem Namen Rote Beete (Bete) bekannt. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und aus Vorderasien. Die zweijährige Pflanze ist unempfindlich gegen Hitze und Trockenheit. Die Rote Rübe ist sowohl innen als auch außen braunrot bis dunkelrot gefärbt und hat einen Durchmesser von 4-12cm. Ihre Form reicht von kugelrund bis länglich oval. Es gibt einige wenige gelbe oder auch weiße Sorten.

Verwendung: Besonders sind der Rote Rüben Salat und die Rote Rübe als Beilage bei uns bekannt. Allerdings können Rote Rüben geschält auch als Rohkost verzehrt werden. Am Besten eignen sich durch ihren zarten Geschmack besonders junge Exemplare. Rote Rüben sollten beim Einkauf prall und die Haut ohne Schadstellen sein. Eingewickelt in Papier könnten Rote Rüben im Kühlschrank bis zu einer Woche lang aufbewahrt werden. Rötlicher Stuhl nach dem Genuss der Roten Rüben ist nicht ungewöhnlich. 10% der Bevölkerung können Betanine, die der Roten Rübe ihre Färbung geben, nicht vollständig abbauen. Rote Bete hat etwa 29 Kalorien pro 100 Gramm.

Zugeschriebene Heilkräfte: Neben Provitamin A, B1, B2, B6 enthalten Rote Rüben auch Vitamin C. Durch ihren hohen Gehalt an Folsäure und Eisen wirken sie sich positiv auf die Blutbildung aus. Dem hohen Anteil des Pflanzennebenwirkstoffes, dem roten Anthocyanen, wird laut neuen Ergebnissen aus der Forschung eine vorbeugende Wirkung wegen Krebs nachgesagt. Durch die enthaltene Oxalsäure, die Mineralstoffe wie beispielsweise Calcium bindet, sollten Menschen mit Neigung zu Gallensteinbildung Rote Rüben nur in geringen Ausmaß verzehren. Rote Rüben haben den Ruf, den Appetit anzuregen und gegen Erkältungen vorzubeugen.

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Linktipps:

– Gemüse-ABC
– Gewürzlexikon: Bockshornklee
– Informationen für Vegetarier
– Nahrungsmittelunverträglichkeiten
– Regionale Leckerbissen & Schmankerl-Produzenten

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