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Leukämie | Krankheitslexikon

Leukämie | Krankheitslexikon

Leukämie

Leukämie [griech.], [ Krebs der weißen Blutzellen] ist eine bösartige Erkrankung des die weißen Blutkörperchen bildenden Gewebes in Knochenmark, Milz und Lymphknoten bei Mensch und Haustieren (bes. Geflügel).

Die beiden Formen der Leukämie, die Knochenmarks-Leukämie (myeloische Leukämie), wie auch die Milz-Lymphknoten-Leukämie (lymphatische Leukämie), kommen als akute oder chronische Erkrankungen vor.



Beschreibung

An Leukämie erkranken insgesamt vor allem Kinder und junge Erwachsene. Akute Leukämie ist bei Kindern häufiger – dabei treten oft unreife weiße Blutkörperchen (Leukozyten) ins Blut über. Gleichzeitig besteht aufgrund der Verdrängung der normalen Knochenmarkzellen ein Mangel an roten Blutkörperchen und Blutplättchen. Die chronische Knochenmark-Leukämie kommt fast ausschließlich bei Erwachsenen vor, die Milz-Lymphknoten-Leukämie wiederum bevorzugt im höheren Lebensalter.

Völlig unerwartet beginnen entartete weiße Blutkörperchen im Knochenmark – das ist die „Blutfabrik des Menschen“ – zu wuchern. Dadurch können gesunde rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen nicht genügend nachgebildet werden. Die Leukämiezellen finden sich nicht nur im Blut, sie reichern sich insbesondere im Knochenmark an. Die Zellen verlassen das Knochenmark noch bevor sie ausgereift und voll funktionsfähig sind. Sie stellen damit für den Körper eine Belastung dar, weil sie Nährstoffe und Energie für ihr Wachstum verbrauchen, aber keine Funktion (in erster Linie die Abwehr von Infektionserregern) ausüben. Die Versorgung und Verteidigung des Körpers gegen Infekte und die Blutstillung funktionieren nicht mehr.

Formen

  • Knochenmarks-Leukämie (myeloische Leukämie)
  • Milz-Lymphknoten-Leukämie (lymphatische Leukämie)

Beide Formen kommen als akute (Zellen breiten sich schnell aus) oder chronische (das Wort „chronisch“ weist auf die langsame Entwicklung und das gemächliche Fortschreiten der Krankheit hin) Erkrankungen vor.

Symptome

Die Anzeichen einer Leukämieerkrankung sind zunächst meist uncharakteristisch (Müdigkeit, Schwäche, Reizbarkeit, Leistungsabfall). Im Blutbild fällt eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen auf 100000-200000 pro mm3 auf (normal sind 5000 bis 10000 pro mm3). Gelegentlich kann der Anstieg der weißen Blutkörperchen ausbleiben; dann ist das Knochenmark mit Vorstufen der weißen Blutkörperchen überfüllt. Da die zahlenmäßig vermehrten weißen Blutkörperchen nicht voll funktionsfähig sind, treten oft Infekte hinzu, die von den weißen Blutkörperchen nicht abgewehrt werden können und so schließlich zum Tode führen.

Diagnose

Größerer Myome können bei der gynäkologischen Untersuchung getastet werden. Bei der Ultraschalluntersuchung fallen schon kleinere Myome auf. Bei unklaren Befunden kann eine Gebärmutterspiegelung oder eine Bauchspiegelung weiter helfen. Dabei können die Myome auch entfernt werden.

Therapie

Jede Leukämie-Form kann heute medikamentös behandelt werden. Der entscheidende Fortschritt gelang u.a. durch die Entwicklung und den gezielten Einsatz neuer Zytostatika. In etwa gleiche Erfolge erzielt die Knochenmarktransplantation. Manchmal ist aber die einzige Möglichkeit, einen Leukämiekranken völlig zu heilen, die Knochenmarkspende. Dabei wird das kranke Knochenmark des Empfängers durch Medikamente und radioaktive Bestrahlung völlig ausgeschaltet. Unmittelbar danach erhält er frisch entnommenes Knochenmark des zu ihm passenden Spenders.

Linktipps:

– Österreichische Knochenmarkspendezentrale
– Leukämie bei Kindern und Jugendlichen (Kinderkrebshilfe)
– Leukämie-Online.de
– Neues Diagnoseverfahren bei Leukämie
– Therapie mittels Stammzellen aus Körperfett?