Der Verdauungsapparat verarbeitet die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate, die beispielsweise in Zucker, Brot und anderen Getreideprodukten enthalten sind, in Glucose. Diese wird anschließend über die Blutbahn im gesamten Körper verteilt. Die Bauchspeicheldrüse erzeugt ihrerseits in den Langerhansschen Inseln das regulierende Hormon Insulin. Dieser Wirkstoff dockt an den Körperzellen an und bewirkt die Öffnung von Poren in den Zellmembranen, durch welche die Glucose in die Zellen zu ihrer Energiegewinnung gelangt. Im Blutkreislauf darf sich jedoch eine größere Menge von Glucose nicht länger als maximal 5 bis 6 Stunden befinden, da sie sonst u. a. eine schädigende, irreversible (nicht mehr rückgängig zu machende) chemische Verbindung mit den Zellmembranen eingehen kann, die nicht durch einen niedrigen Stoffwechsel zu kompensieren (auszugleichen) ist.
Weiterhin werden die für das Immunsystem zuständigen weißen Blutkörperchen in ihrer Funktion behindert, was insgesamt eine Schwächung des Immunsystems bewirkt. Über den Blutparameter (Blutkennzeichen) des HbA1c wird der durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten acht bis zehn Wochen ermittelt. Ein gesunder Mensch hat einen HbA1c von etwa 4 bis 7%. Ist dieser Wert dauerhaft deutlich erhöht, dann befindet sich also ständig eine zu große Menge Blutzucker frei zirkulierend im Blutkreislauf und man spricht von einem Diabetes mellitus.
Laut Zahlen der “International Diabetes Federation”, werden im Jahre 2025 weltweit 333 Millionen Diabetiker erwartet. Der neue Diabetes-Atlas weist eine Zahl von 314 Millionen Menschen aus, die ein Risiko haben, an Diabetes mellitus zu erkranken. Die meisten Menschen mit Diabetes mellitus sind im Alter zwischen 40 und 59 Jahren, wobei 10 % mehr Frauen als Männer Diabetes mellitus und 20 % mehr Frauen als Männer eine gestörte Glucosetoleranz haben.
An Diabetes Erkrankte haben erhöhte Risiken einiger Erkrankungen, wie etwa Schädigung der kleinen Blutgefäße, Nervenschädigungen, diabetischer Fuß, Fettleber, u.v.m.
Personen, die ihren Lebensstil nicht entsprechend den Empfehlungen (etwa der UKPDS-Studie, bzw. der Steno-2-Studie) ändern, haben ein erhöhtes Risiko, Spätschäden zu erleiden. Nur eine Minderzahl von Diabetikern bleibt trotz schlechter Lebensgewohnheiten (fettes Essen, Bewegungsmangel, mangelhafte Kontrolle des Blutzuckers) von Spätschäden verschont.
Bei der Therapie ist zwischen den einzelnen Typen (Diabetes Typ1 bis Typ 4) zu unterscheiden.
- Speisen, die mit Zucker zubereitet werden (Mehlspeisen) müssen gemieden werden
- Kartoffeln, Teigwaren Reis und Brot sowie Obst können nur in beschränkter Menge verzehrt werden
- Zusätzlich ist auch die Fettzufuhr zu verringern.
Als allgemeine Empfehlung für die Energieverteilung gilt auch für den Diabetiker:
- 10-12 % Eiweiß
- 30-35 % Fett und
- 53-55 % Kohlenhydrate
Die “Diabeteskost” entspricht damit den Richtlinien einer gesunden Ernährung. Bei der Verwendung von sogennanter Diabetikerprodukten ist darauf zu achten, daß sie in vielen Fällen nicht weniger Kohlenhydrate als andere handelsübliche Produkte enthalten. Es werden nur andere Zucker, wie der Zuckeraustauschstoff Sorbit oder Fruchtzucker, verwendet. Damit diese Produkte gut schmecken, ist der Anteil der Fette höher.
Vorsicht ist bei Mehlspeisen, Zeralienprodukten (z.B.: Müslimischungen und Frühstücksflocken, die Zucker, Rosinen, Trockenobst und Nüsse enthalten), Weintrauben sowie Fruchtsäften und Limonaden geboten. Versteckte Fette finden sich in Wurst- und Fleischwaren sowie in Milch- und Milchprodukten mit mehr als 40 % F.i.T.
Und wer gerne auswärts ißt, muß darauf nicht verzichten! Man kann sich in fast jedem Restaurant durch Salate, Gemüseplatten, gegrilltem Fleisch oder Fisch und der erlaubten Menge an Beilagen schlemmen – und wird satt!
Linktipps:
…. Zucker & Zuckerersatz
…. Diabetes
…. Süßstoffe als Zuckerersatz
…. Wunderbeere für Diabetiker?
…. Die wichtigsten Medikamente (Top 50)
…. gesunder Zuckerersatz: Süßkraut (Stevia)
…. Linksammlung zum Thema Diabetes
…. Venenerkrankungen
…. das Handy als Gesundheitswächter
Weitere nützliche Links:
Diabetes-Info-Server
Selbsthilfegruppe Aktive Diabetiker
Diabetes Austria
österreichische Diabetiker Vereinigung
Oberösterreichische Diabetiker Vereinigung
Diabetiker Vereinigung Linz
Insulin-Dosis-Optimierung
Verein “Diabetes & Psychologie”
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