Typische Beschwerden
- Erschöpfungsgefühl
- Minderung der Reaktionsfähigkeit
- Einschränkung der Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit
- Hungergefühl zu den “unpassendsten Zeiten”
- Mitunter ebenso zeitlich “unorientierter” Harn- und Stuhldrang
Persönliche Hilfe
- Sich nach Ankunft am Zielort der Ortszeit anpassen
- In der ersten Nacht ausreichend viel Schlaf
- Nahrungsmittel können Schlaf- und Wachrhythmus anregen:
- Leicht verdauliche kohlenhydratreiche Speisen stimulieren den Schlaf
- Eiweißreiche Nahrung fördert den Wachzustand
Wodurch wird der Jet-Lag beeinflusst?
Jet Lag Symptome treten unterschiedlich stark auf und hängen von verschiedenen Faktoren ab:
- Alter – Mit zunehmendem Alter wird der Jet Lag stärker empfunden
- Soziale Faktoren – Private Problemsituationen, Ehekrisen, finanzielle Sorgen usw. beeinflussen das Schlafverhalten und verstärken das Jet Lag Empfinden.
- Flugrichtung – Bei Flügen Richtung Osten wird der Jet Lag meist stärker empfunden. Keinen Jet-Lag erfährt man bei Flügen in N-S/S-N Richtung.
- Flugzeit – Tagesflüge werden sowohl in Richtung Osten als auch in Richtung Westen besser vertragen.
Wie lange dauern die Jet Lag Symptome?
Nach einer gängigen Formel erfolgt eine tägliche Anpassung um ca. 50 %. Somit ist nach 3 Tagen eine 87,5 %-ige Anpassung an die neuen regionalen Gegebenheiten zu erwarten.
Tipps zur Minimierung von Jet-Lag Symptomen
Für Kurzaufenthalte wird empfohlen den Heimatrhythmus beizubehalten; Für mehrtägige und längere Aufenthalte wird die sofortige Anpassung an lokale Gegebenheiten empfohlen. Es empfiehlt sich, die Verschiebung der Einschlafzeit vor der Reise um täglich ca. 1 Stunde, beginnend etwa drei Tage vor Abflug.
- Flug nach Westen – täglich 1 Stunde später
- Flug nach Osten – täglich 1 Stunde früher
weiters:
- Zimmer abdunkeln
- Maßnahmen gegen Lärm (Oropax)
- zusätzlichen Wecker stellen (gegen die Angst einen Termin zu versäumen)
- körperliche Fitnessübungen vor dem Schlafengehen, anschließend heiß duschen oder ein heißes Bad nehmen
- Zufuhr rasch absorbierbarer Kohlenhydrate vor dem Zubettgehen (Milch mit Honig, “Betthupferl”, ein Glas Bier oder Wein)
- Einschlafhilfen wie Baldriantee
- Medikamente bzw. Melatonin-Präparate nur nach ärztlicher Absprache
Hilfe durch Melantonin?
Melatonin ist eine hormonähnlich Substanz, die im Gehirn in den Zirbeldrüsen (corpora pinealea) nahe der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert wird. Dunkelheitsreize führen zu einer vermehrten Melatonin-Freisetzung ins Blut. Helligkeitsreize (Licht) bewirken eine Hemmung der Malatonin-Freisetzung. Dem Melatonin bzw. dessen Stoffwechselabbauprodukten wird unter anderem eine hypnotische Wirkung nachgesagt, die zur Ermüdung führt. In den USA ist Melatonin als Nahrungsmittel registriert und somit in allen Drogerien frei erhältlich. Im europäischen Raum wird Melatonin wegen der Beeinflussung des zentralen Nervensystems als Medikament gesehen und ist vielfach weder erhältlich noch als Medikament registriert.Melantonin wird insbesondere in den USA zur Überwindung des Jetlags gerühmt. Jedoch sind trotz der vielfach positiven Erfahrungen mit diesen “Anti-Jetlag-Tabletten” Wirkungen und Nebenwirkungen noch nicht vollständig bekannt.Melantonin ist normalerweise ein körpereigenes Hormon. Jede zusätzliche Einahme dieses Hormons also einen Eingriff in das Homonsystem des Körpers dar. Zur Zeit werden Untersuchungen druchgeführt, die eine richtige Dosierung, den Zeitpunkt der Einnahme die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen erproben. Bis zum Abschluss der Untersuchungsergebnisse vor einer unkontrollierten Einnahme gewarnt.
Fernreisen: Vorsicht Zeitverschiebung – Diabetiker müssen Insulindosis anpassen
Die Zeitverschiebung auf Fernreisen beeinflusst die benötigte Insulinmenge: Bei Reisen nach Osten verkürzt sich der Tag — daher ist die Insulindosis zu reduzieren. Das Ausmaß lässt sich mit folgender Faustregel leicht berechnen: Die innerhalb von 24 Stunden nötige Insulindosis reduziert sich um den Bruchteil, der sich aus der Zeitverschiebung ergibt. Ein Beispiel: Wenn sie bei einer Reise nach Ostasien Ihre Uhr z.B. um 6 Stunden vorstellen, reduziert sich der Insulinbedarf am Reisetag um 6/24, also um ein Viertel. An den folgenden Aufenthaltstagen im Gastland brauchen Sie dann die normalen Insulindosen — natürlich nach entsprechender Blutzuckerkontrolle, damit auch die jeweilige Kost und die Bewegung berücksichtigt werden. Bei Reisen Richtung Westen gelten die umgekehrten Vorzeichen, d.h. die Insulinmenge ist entsprechend der Zeitverschiebung am Reisetag zu erhöhen, zweckmäßigerweise durch eine zusätzliche Insulindosis.
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