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Hobbysportler leben gefährlich: So mindern Sie das Gefahrenrisiko

Hobbysportler leben gefährlich: So mindern Sie das Gefahrenrisiko

Risiko für Hobbysportler

Sport ist Mord, heißt es. Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall. Durch regelmäßige körperliche Betätigung kann man nicht nur das Wohlbefinden steigern sondern auch sein Leben verlängern. Doch es lauern zahlreiche Gefahren auf den Hobby-Sportler. Denn Sport ohne Maß schadet mehr, als er nützt. Wir haben die besten Tipps worauf sie bei ihren sportlichen Aktivitäten achten sollten.




1. Regelmäßige Untersuchungen

Gehen sie nicht nur einmal pro Jahr zum Arzt. Gerade bei körperlich sehr herausfordernden Sportarten, wie Klettern oder Mountainbiken, sollten die Arztbesuche über die Routineuntersuchung hinausgehen. Um Bänderrissen, Knorpelschäden oder gar Knochenbrüchen vorzubeugen sollten beim Sport einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. Personen, die lange keinen Sport mehr betrieben haben oder Vorerkrankungen haben, werden vor und während intensiver Trainingsphasen regelmäßige ärztliche Untersuchungen empfohlen. Mit einem Ruhe- und Belastungs-EKG können mögliche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems festgestellt werden. Zusätzlich können mit Hilfe einer Echokardiografie, einer speziellen Ultraschallmethode, Herzgröße und Pumpleistung oder gar Herzklappenfehler diagnostiziert werden. Die medizinische Standarduntersuchung wird durch eine Laboranalyse des Blutes und einen Lungenfunktionstest vervollständigt.


2. Richtige Ernährung

Wer jeden Tag ein großes Stück Fleisch auf dem Teller liegen hat, dazu noch eine Beilage, die reich an Kohlehydraten ist, der wird Probleme mit dem Gewicht haben. Durch gesunde Ernährung, die vermehrt auf Obst und Gemüse setzt, lebt man nicht nur gesünder, man fühlt sich auch besser. Diäten gibt es viele, alle natürlich wissenschaftlich belegt. Man muss hierbei aber selbst entscheiden, welche Diät die zum Sport passende ist. Die Mark-Warnecke-Diät erfreut sich etwa bei Kraftsportlern großer Beliebtheit, weil sie einen Muskelabbau verhindert.


3. Eigene Grenzen kennen

Gerade Menschen, deren körperliche Aktivität sich normalerweise darauf beschränkt, zur U-Bahn zu hasten und im Büro die Computertastatur zu bearbeiten, sind anfällig für Schäden an Herz und Kreislauf. „Wer nach langer Pause wieder Sport machen will, sollte langsam anfangen“, rät Bärtsch, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin – und bei Beschwerden und Unwohlsein den Arzt aufsuchen. Wenn Sie etwa unter Knieproblemen leiden, sind Sportarten zu vermeiden, die Ihre Knie zu sehr belasten könnten. In diesem Fällen sind besonders schonende Sportarten, wie Schwimmen oder Gymnastik, empfehlenswert. Wenn Sie kaum Ausdauer haben, sollten Sie bei Ausdauersportarten langsam auf ihr Ziel hin arbeiten. Durch regelmäßige Trainingseinheiten können Sie aber nach und nach Ihr Ziel erreichen. Es ist wichtig, dass man seinen Körper gut kennt und weiß, wie sehr man ihn belasten kann.

Leider verhalten sich selbst diejenigen, die regelmäßig Sport treiben höchst unvernünftig. Sie entwickeln häufig falschen Ehrgeiz. Untersuchungen von Sportmedizinern haben jüngst ergeben, dass mehr als 60 Prozent aller Hobbyläufer zu schnell rennen. Weil sie nicht so oft zum Joggen kommen wie geplant, spornen sich die Freizeitsportler zu exzessiven Leistungen an, die dem Körper nicht gut tun: Wer es mit Ausdauersport übertreibt, bringt sich jedoch nicht nur um den Trainingseffekt einer kontinuierlichen Leistungssteigerung. Er riskiert auch einen schnelleren Verschleiß von Knochen und Gelenken sowie chronische Erschöpfung.

Es gibt geborene Jogger, die stundenlang laufen können, während andere schon nach zehn Minuten aufgeben müssen. Hier muss man herausfinden, welche Sportart einem am besten liegt. Um Muskelrissen vorzubeugen sollten vor intensiven Trainingsphasen die Muskeln aufgewärmt werden. Dadurch werden sie langsam auf die folgende körperliche Anstrengung vorbereitet. Auf Erholungsphasen zwischen einzelnen Übungen und längeren Sporteinheiten sollte ebenso nicht vergessen werden. So können sich auch Bänder und Sehnen erholen.


4. Die richtige Sportausrüstung

Mit der für die jeweilige Sportart geeigneten Sportausrüstung kann man ebenso Sportverletzungen vorbeugen. Vor allem das richtige Schuhwerk ist hier ausschlaggebend. Dieses soll den Fuß stabil halten, ihn optimal lenken und den Aufprall dämpfen. Bei Spreiz- oder Hohlfuß sollten zusätzlich spezielle orthopädische Einlagen im Schuh getragen werden. Stellen Sie auch unbedingt Sportgeräte, wie Hometrainer, Fahrräder und andere Geräte optimal auf den eigenen Körper ein- so verhindern Sie den Verschleiß an Bändern und Knorpel und fühlen sich während und nach dem Training wohler.


7. Ruhephasen einlegen

Es ist Frühling, der Winterspeck sitzt aber noch auf den Hüften. Für viele heißt es dann: Schnell ins Fitnessstudio und das jeden Tag. So purzeln natürlich die Pfunde, für den Körper ist das aber höchste Anstrengung, die er nur schwer verkraften kann. Deshalb sollten sich vor allem untrainierte Menschen nur langsam an das regelmäßige Ausüben einer Sportart herantasten. Die Trainingseinheiten sollten Woche für Woche gesteigert werden bis das optimale Maß erreicht ist.


6. Schutz durch Unfallversicherung

Wer sich im Gefahren aussetzt, sollte auch an eine private Unfallversicherung denken. Wieso aber eine private Unfallversicherung abschließen, wo man doch eine gesetzliche hat? Bei der gesetzlichen Unfallversicherung sind Sie nur am Arbeitsplatz und auf dem direkten Weg zum und vom Arbeitsplatz versichert. Im Haushalt und in Ihrer Freizeit sind Sie jedoch nicht unfallversichert und bei einem Unfall würde hier die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten nicht decken.

„Sind Sie beispielsweise 31 Jahre alt und schließen eine private Unfallversicherung ab, wählen hierzu auch Bergungs- und Spitalkosten, so würden Sie bei einer monatlichen Prämie von 32,31 Euro im schlimmsten eintretenden Fall und bei einer Invalidität von über 50% bis 90% 150.000 Euro von Ihrer privaten Unfallversicherung ausbezahlt bekommen“, rechnet Hanns-Ulrich Brockhaus, Experte bei ERGO Direkt, mit dem Versicherungsrechner vor. Der Versicherungsschutz gilt außerdem weltweit rund um die Uhr.


7. Sport im Alter

Auch im Alter kann und soll sogar Sport betrieben werden. Diverse Studien belegen, dass Personen, die sich auch im Alter fit halten und regelmäßig bewegen, nicht nur länger körperlich, sondern auch geistig fit bleiben. Zudem wird das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko deutlich gesenkt. Wer sich nicht sicher ist, welcher Sport für einen persönlich geeignet ist, kann sich Rat beim Arzt holen. Dieser kann nach Einsicht in die Krankenakte auch Sportarten empfehlen, die kein gesundheitliches Risiko mit sich bringen. Haben Sie sich für eine Sportart entschlossen, fangen Sie langsam an und übertreiben Sie am Anfang nicht. Schmerzfreies und langsam anfangendes Training lautet hier die Devise. Fitnesstrainer können Ihnen ebenso unterstützend zur Seite stehen und gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Trainingsprogramm zusammenstellen, welches optimal auf Ihre körperliche Verfassung und gewünschte Sportart zugeschnitten ist.

[doskoc]

Linktipps:

– Tipps & Tricks für das optimale Fitness-Training
– Richtiges Training – Einführung und Startübungen
– Rafting, Canyoning & Co – was bei Actionsportarten zu beachten ist
– Eiweißpulver – Was bringt das eigentlich?
– Versicherungsrechner