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Hilfe gegen Schuppen

Hilfe gegen Schuppen

Kopfschuppen

Jeder Dritte leidet in Österreich an Schuppen. Viele plagen Scham und schlechtes Gewissen, dabei haben Schuppen mit mangelnder Körperpflege nichts zu tun, vielmehr sind sie Ausdruck einer Funktionsstörung der Kopfhaut.



Grundsätzlich haben alle Menschen Schuppen – da die Kopfhaut sich ständig erneuert, werden laufend tote Hautzellen als Schuppen abgestoßen, sichtbar werden sie allerdings erst dann, wenn viele solcher abgestorbenen Hautzellen zusammenhängen. Bei übermäßiger Schuppenbildung handelt es sich in der Regel um ein Hautproblem, welches durch eine Störung der Mikroorganismenflora verursacht wird. Dabei wird der natürliche Erneuerungszyklus der Kopfhaut dahingehend beeinflusst, dass es zu einer übermäßigen, sichtbaren Abschuppung führt.

Ursachen

Ursachen für Schuppen sind vielfältig und betreffen Frauen ebenso wie Männer. Neben übertriebener Reinlichkeit (zu häufige Kopfwäsche), die allzu großzügige Anwendung von Haarstylingprodukten (Gel, Haarwachs, Stylingschaum usw.), ist vor allem der – an sich harmlose – Hautpilz Malassezia furfur (früher auch Pityrosporum ovale) für Kopfschuppen verantwortlich.

Der Pilz ist auf Fettsäuren angewiesen und bevorzugt daher Hautregionen mit talgreichem Milieu: dies sind vor allem die behaarte Kopfhaut, die Gesichtshaut, aber auch die oberen Körperpartien (Brust und Rücken). Bei der Verdauung der Fette setzt der Hautpilz Substanzen frei, die die Kopfhaut reizen und zu Juckreiz führen. Die Kopfhaut reagiert auf diese Reize, indem sie verstärkt neue Zellen bildet, die auch wieder verstärkt abgestoßen werden – das Ergebnis sind Schuppen.

Da Talg ein guter Nährboden ist, und die Talgdrüsen ab der Pubertät mehr Talg produzieren, treten Kopfschuppen vor allem zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr auf. Nach dem 30. Lebensjahr legt sich die Talgproduktion in der Regel wieder. Auch erbliche Veranlagung, Hormonschwankungen, Klima oder Stress spielen bei der verstärkten Talgproduktion eine Rolle. Faktoren wie Stress, Hormone, Angst, Allergien und Ernährungsfehler können das Hautmilieu jedenfalls so nachteilig verändern, so dass es zu einer verstärkten Ausbreitung des Pilzes kommt.

Schuppen ade – Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es ?

Wenn tägliches Waschen mit mildem handelsüblichem Anti-Schuppen-Shampoo nicht genügt, helfen medizinische Shampoos z.B. auf Zink- oder Teerbasis. Läßt die Wirkung nach, empfiehlt sich meist der abwechselnde Einsatz zweier verschiedener Wirkstoffpräparate. Jedenfalls sollte aber auch ein Hautarzt aufgesucht werden um Ursachen und individuelle Therapiemöglichkeiten abzuklären. Nur ein Besuch beim Haut- oder Hausarzt kann auch klären, ob etwa eine Hauterkrankung wie Seborrhoe oder Schuppenflechte beteiligt ist.

Tipps & Tricks gegen Schuppen:

  • nicht zu heiß fönen, das reizt die Kopfhaut – fettes Haar sollten Sie besser an der Luft trocknen lassen.
  • übertreiben Sie es nicht mit der Kopfwäsche, einmal täglich reicht wahrlich aus.
  • verwenden Sie milde Shampoos.
  • Sonne hat eine heilsame Wirkung. Im Winter bildet die Kopfhaut auch deutlich mehr Kopfschuppen als im Sommer.
  • magere Eiweißprodukte, Vollkornlebensmittel, frisches Obst und frische Luft wirken hilfreich
  • achten Sie auf Ihr Stressmanagement

Wichtig ist im ersten Schritt die Anwendung eines milden, rückfettenden Shampoos mit speziellen Inhaltsstoffen, die den beschleunigten Prozeß der Zellerneuerung wieder normalisieren sollen. Dies wird heutzutage unter anderem durch Zinkpyrithion und Selendisulfid erreicht. Zur Behandlung des Ursache selbst, nämlich des Pilzes, sollte ein Antimykotika (Antipilzmittel) verwendet werden – dies gilt es aber mit dem Arzt abzuklären.

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