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Gesunde Haare – die besten Pflegetipps & Styling-Tricks

Gesunde Haare – die besten Pflegetipps & Styling-Tricks

Gesundes Haar - Pflegetipps

Zumindest bei Frauen scheint es ein Naturgesetz zu sein: egal ob man glattes oder krauses, schweres oder leichtes, mattes oder glänzendes Haar hat, meist will man es anders. Und das ist in den meisten Fällen heute auch leicht möglich, denn für jeden Kopf gibt es den passenden Schnitt, perfekte Farbeffekte und trendiges Styling. Aber jede Woche einen Friseurtermin können und wollen sich nur die Wenigsten leisten. Deshalb haben wir für Sie die besten Pflegetipps und Styling-Tricks für gesundes und schönes Haar auf einen Blick zusammengefasst.



Egal ob normales, trockenes oder fettiges Haar, ob lockig oder glatt, kurz oder lang – um Schäden zu verhindern braucht jedes Haar typgerechte Pflege. Richtige Haarpflege und ein gutes Styling sind das A und O für schöne Haare. Und kräftige, schöne und gesunde Haare wiederum steigern das Selbstbewusstsein. Dafür gilt es allerdings einige Regeln, Tipps und Tricks zu beachten, denn das teuerste Pflegeprodukt hilft nichts, wenn man nicht ein paar Grundregeln für gesundes und somit kraftvolles Haar beachtet.

Zuerst sollten Sie herausfinden, wie ihr Haar zu kategorisieren ist. Ob Sie beispielsweise trockenes Haar haben, kann ganz leicht mit dem Wasser-Test herausgefunden werden: einfach ein Haar in ein Wasserglas geben. Wenn es absinkt, absorbiert es Wasser und ist zu trocken. Dann sollte unbedingt mehr Feuchtigkeitspflege benutzt werden!


Was tun bei feinem Haar?

Wer sehr feines Haar hat, kennt das Problem: fliegendes Haar, das zu brüchiger Struktur neigt und kaum zu bändigen ist. Hier sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte gefragt, die das Haar aufbauen und ihm Fülle gibt ohne es zu beschweren. Wer feines Haar hat, sollte Kleidung aus Kunstfaser meiden, denn diese lädt die Haare schneller elektrisch auf und bringt es im wahrsten Sinne des Wortes zum Fliegen.

Nehmen sie Ihr Haar nach dem Waschen schon beim Föhnen in Schutz und trocknen sie das gewaschene Haar zunächst gut unter einem Handtuchturban, ohne es vorher trockenrubbeln, das raut die Schuppenschicht des Haares nur unnötig auf. Wenn sie föhnen, dann bitte nur mit mittlerer Wärmestufe, um Schäden durch Überhitzung am Haar und auf der Kopfhaut zu vermeiden.

Aber auch stylingtechnisch lässt sich etwas machen: gut sind kompakte, nicht ausgefranste Schnitte. Ein Bob kann etwa auch bei dünnem Haar füllig aussehen, generell sind Kurzhaarschnitte in den Fall pflegeleichter. Wer auf seine Langhaarfrisur nicht verzichten will, für den ist regelmäßiger Friseurbesuch Pflicht. Denn wenn die Spitzen brechen und splissig werden kann eigentlich nur mehr der Friseur mit der heißen Schere den dünnen und ungesunden Look reparieren.


Was tun bei schwerem Haar?

Zunächst sind schwere Haare eigentlich leicht zu stylen, doch auch sie benötigen eine spezielle Pflege neigen sie doch häufig unter zu schnellem Nachfetten. Tabu sind Produkte mit Silikon, denn diese bewirken, dass das Haar zusätzlich beschwert wird und schnell nachfettet. Zudem dichten Polysiloxane (wie die Silikone auch genannt werden) das Haar nach außen hin ab, umgeben es mit einem glatten Film, machen es dadurch zwar leichter kämmbar und vermeintlich geschmeidiger, versiegeln dabei aber auch die Haarpracht und auch die Kopfhaut.

Verwenden sie stattdessen ein Shampoo, das für fettiges Haar optimiert und dabei gleichzeitig mild zur Kopfhaut ist, damit wird der überschüssige Talg ausgewaschen. Zusätzlich erhält die Haut die benötigte Feuchtigkeit, die Überproduktion der Talgdrüsen wird ausgeglichen und die natürliche Balance der Kopfhaut stabilisiert.

Ein guter Schnitt ist die beste Hilfe bei schwerem Haar. Mithilfe von Unterlängen und Stufen oder etwas Ausdünnung wirkt das Haar dann nicht mehr so buschig und strohig, ist wieder gut kämmbar und leicht zu stylen. Dafür eignen sich wiederum Mousse oder Wetgel, allerdings nur an den Spitzen, damit die Frisur geschmeidiger wird und der fransige Schnitt optimal zur Geltung kommt.


Pflege für lockiges Haar

Frauen mit lockigem Haar leiden oftmals unter fehlendem Glanz. Dass lockige Haare nicht so glänzen wie glatte, liegt an der Talgproduktion der Kopfhaut. Durch die gekräuselten Haare kann sich der Talg – der dazu da ist die Kopfhaut zu schützen und geschmeidig zu halten – nicht bis in die Spitzen verteilen. Ein Zeichen dafür ist etwa, dass Haarwachs schnell aufgesaugt wird und kaum einen nachhaltigen Effekt zeigt.

Außerdem gilt: je diffuser die Haarstruktur ist, desto willkürlicher wird auch das Licht in alle Richtungen reflektiert, weshalb es niemals zu einer ähnlich glänzenden Oberfläche kommen kann, wie bei glattem Haar. Um dem Problem Herr zu werden empfehlen sich in Kombination mit Feuchtigkeitsspendern säurehältige Packungen, die die Schuppenschicht schließen und helfen, die gespendete Feuchtigkeit einzumanteln.

Ohne einem wirklich guten Schnitt bleiben aber alle Pflegenstrengungen ohne nachhaltigen Erfolg. Bei gleich langem Haar sammelt sich das Volumen unten und fällt am Oberkopf zusammen. Deshalb ist ein leichter Stufenschnitt vorteilhaft. Bei zu unterschiedlichen Längen aber sammelt sich das Volumen wiederum ganz oben. Deshalb am besten das Haar gleichmäßig ausdünnen, das macht die Struktur fransiger und lockerer.

Wer krauses Haar glätten will, braucht gute Helfer. Ideal sind dicke Rundbürsten, noch einfacher geht’s mit einem großen Heiz- oder Klettwickler. Vorher am besten eine Leave-in-Kur ins Haar sprühen, sie sorgt für die nötige Schwerkraft. Und wer es ganz glatt mag muss auf moderne Glätteisen zurückgreiffen, die mit Keramikplatten ausgestattet sind, die die Hitze gleichmäßig verteilen. Tipp: Wenn Sie krauses Haar glätten, vorher unbedingt einen Hitzeschutzspray oder Anti-Frizz-Balsam auftragen. Diese legen einen hauchfeinen Schutzfilm um jedes Haar und sorgen so dafür, dass die Hitze möglichst wenig Schaden anrichten kann. Dennoch sollten Sie Glätteisen dennoch nicht täglich verwenden um Ihre Haare vor nachhaltiger Schädigung zu bewahren.


Pflege für geschädigtes Haar

Nicht nur Wind und Wetter strapazieren unsere Haare, auch die zahlreichen Stylingprodukte belasten unsere Haare sehr. Durch den Einfluss von Sonne, Wind und Wasser, mechanische und chemische Behandlungen verlieren unsere Haare Teile ihrer (schützenden) Bestandteile. Beim Färben etwa wird die Haarstruktur aufgebrochen und der Säureschutzmantel zerstört. Auch zu häufiges Haarewaschen und zu aggresive Shampoos verletzen das natürliche Gleichgewicht auf der Kopfhaut und die Schutzmechanismen der Haare.

Wer also daheim färbt, sollte unbedingt gleich dannach das Haar mit Pflegebalsam behandeln damit sich der ph-Wert wieder stabilisieren kann. Bei bereits stark strapaziertem Haar sollte generell auf zu viel Hitze beim Styling verzichtet werden, das betrifft Föhnhitze ebenso wie den Einsatz von Glätteisen. Bürste, Lockenstab, Colorationen, Blondierungen oder Dauerwellen, aber auch Stress oder eine einseitige Diät können für Haarschädigungen verantwortlich sein, nur mit der richtigen Pflege kann das Desaster wieder repariert werden.

Ist das Haar eher fein und strapaziert, helfen Feuchtigkeitsspender wie Aloe vera, Panthenol, Glycerin oder Seidenproteine. Bei störrischem kaputtem Haar sind pflanzliche Öle und Proteine besonders reichhaltige Repair-Spezialisten. Wirkstoffe wie nährstoffreiches Kokosöl, Macadamianussöl, Arganöl, Shea-Butter oder Wildrosenöl umhüllen das einzelne Haar mit einem hauchdünnen Schutzfilm und glättet so die Schuppenschicht.

Wenn vor allem die Spitzen der Haare kaputt sind, helfen Spitzenfluids mit Silikonölen, sie zumindest kurzzeitig wieder zu kitten und weniger fransig aussehen zu lassen. Dafür einfach einige wenige Tropfen davon ins handtuchtrockene Haar einkneten und wie gewohnt trocknen. Diese Maßnahme sollten sie wegen der bereits erwähnten Problematik des Inhaltsstoffes Silikon nur in „Notfällen“, jedenfalls nicht regelmäßig anwenden.

Fransigen Spitzen nimmt man auch ihren Schrecken, wenn man sie kurz über eine Rundbürste föhnt. Aber bedenken sie: am besten schonen Sie ihr Haar durch Lufttrocknen. Wenn das aus Zeitgründen morgens nicht geht, sollten Sie den Föhn immer auf volle Gebläse- aber höchstens mittlere Heizstufe stellen. Denn damit minimieren sie die Zeit, in der die Föhnluft das Haar austrocknen kann.

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Quellen:

¹ active beauty – dm-drogeriemarkt
² www.schwarzkopf.de

Linktipps:

– Pflegetipps: Haare färben
– Haarausfall bei der Frau
– Haut & Haar – Info-Corner
– Kopfschuppen – Was tun?