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Gesund-TV: Gesunde Fernsehtipps | April 2014

Gesund-TV: Gesunde Fernsehtipps | April 2014

Gesundheitsmagazine im Fernsehen

Gesundheit im Fernsehen: Hier finden Sie von unserer Redaktion besonders empfohlene Fernsehsendungen zum Thema Gesundheit im April 2014. Dazu gibt es jeweils eine kurze Inhaltsangabe sowie detaillierte Sendeinformationen samt weiterführender Links.



Mittwoch, 2. April 2014

Treffpunkt Medizin
Sucht. Macht. Ohnmacht.
ORF III, 21:55 Uhr

Auf der Suche nach dem Glück: Sucht ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten. Der Betroffene hat keine Selbstkontrolle mehr und erlebt dies als immer wiederkehrenden Prozess, dessen Ursache vom Betroffenen nicht selten gar nicht wahrgenommen wird. Er steht unter dem Zwang, mit Hilfe von bestimmten Substanzen (z.B. Alkohol) oder bestimmten Verhaltensweisen (z.B. Glücksspielen), belastende Gefühle zu vermeiden.

Unterschieden wird in sogenannte substanzbezogene und verhaltensbezogene Abhängigkeiten. Sucht ist als Krankheit anerkannt, eine erfolgreiche Therapie ist aber oft langwierig und für die Betroffenen auch in psychischer Hinsicht eine große Herausforderung. TPM ist den Fragen nach dem Warum und einem chancenreichen Ausbrechen aus einem Abhängigkeitskreislauf auf den Grund gegangen.

  • Was ist Sucht? Wie entsteht sie?
  • Welche Arten von Süchten gibt es, wie unterscheiden sie sich?
  • Gibt es neurologische Muster die sich bei Suchtkranken festellen lassen? Welche Verhaltensmuster sind typisch für Suchtkrankheiten?
  • Welche Therapieansätze gibt es für die verschiedenen Arten der Sucht? Welche Rolle spielt Ersatzmedikation/Psychotherapie dabei?
  • Welche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es auf diesem Gebiet?
Mittwoch, 9. April 2014


Natur.Wissen
Gendoping: Die Mutanten greifen an
ORF III, 18.20 Uhr

Die schöne Schwimmerin ist unheimlich. Die Zeitlupe ihrer Bewegungen macht den Betrachter misstrauisch. Die Musik lässt ihn erschauern und wie die Sportlerin ins Wasser gleitet, um es Zug um Zug kraftvoll zu durchpflügen, erhärtet sich der Verdacht: Ihre Leistungsfähigkeit könnte ein Produkt der Biotechnologie sein. Gendoping ist die neue Wunderwaffe für Leistungssportler. Die Dokumentation des Schweizer Wissenschaftsjournalisten Beat Glogger bekommt durch die Tour de France besondere Aktualität, wo dieses Mal noch kein Dopingfall nachgewiesen wurde.

Hoch effektiv ist Gendoping und bisher nicht nachweisbar. Die Experten, die Beat Glogger seiner Schwimmerin gegenüberstellt, lassen keinen Zweifel daran, dass die Mutanten vielleicht schon jetzt, sicher aber in nächster Zukunft das Tempo in den Stadien bestimmen werden. So wie die „Schwarzeneggermäuse“ des amerikanischen Forschers Lee Sweeny haben sie ganz ohne Anabolika oder Testosteron mehr Muskelmasse und mehr Kraft. Erreicht wird dies durch die Injektion eines manipulierten Gens.

Glogger ist bekannt dafür, dass er wissenschaftliche Inhalte anschaulich, ja spannend bearbeitet und so macht er auch seine Dokumentation über Gendoping mit dramaturgischen Kunstgriffen zum Mutantenthriller. Wie so oft, hat auch beim Gendoping die Wissenschaft ihren Impuls ursprünglich aus der Natur bekommen, denn auch dort gibt es das Phänomen des extremen Muskelwachstums. So berichtet Glogger über ein Kind, das vor zehn Jahren in der Berliner Charité aufgefallen war, weil es eine Mutation jenes Genes hatte, das beim Menschen normalerweise die ungehemmte Entwicklung von Muskeln hemmt. Dieses Kind jedoch konnte schon im Alter von vier Jahren Hanteln mit einem Gewicht von drei Kilo mit ausgestrecktem Arm stemmen.

Glogger lässt uns den Forschern in Genlabors in Europa und den USA über die Schulter sehen und lotet die Chancen und Risiken des Gendoping aus, denn es geht dabei nicht allein um den Sportlerwahn vom „größer, höher, schneller“, sondern um Gentherapien für Menschen mit heute noch unheilbaren Erbkrankheiten.

Mittwoch, 16. April 2014

Treffpunkt Medizin
Hildegards Enkel – Das Erbe der Hildegard von Bingen
ORF III, 21:45 Uhr

Kaum eine mittelalterliche Persönlichkeit kann sich in der Gegenwart einer ähnlich großen Aufmerksamkeit erfreuen wie Hildegard von Bingen – eine der bedeutendsten Frauen des deutschen Mittelalters. Sie gilt heute in verschiedenen Kreisen als die erste deutsche Naturwissenschafterin, die erste schreibende Ärztin, als eine bedeutende Politikerin ihrer Zeit und sogar als erste Feministin.

In Zusammenhang mit dem aufkommenden Esoterik- und Gesundheitsboom wurden vor allem die ihr zugeschriebenen naturkundlichen Schriften herangezogen und im Rahmen der so genannten „Hildegard-Medizin“ vermarktet. Wer aber war Hildegard von Bingen wirklich? Und weshalb interessiert die Benediktinerin und Visionärin des 12. Jahrhunderts heute wieder so sehr?

Donnerstag, 24. April 2014

service:gesundheit
Bluthochdruck
hr, 18:50 Uhr

Er zählt längst zu den Volkskrankheiten und doch bemerkt man ihn erst recht spät: Bluthochdruck. Was uns anfangs kaum Beschwerden bereitet, ist für unseren Kreislauf auf Dauer eine hohe Belastung. Durch den erhöhten Druck wird das Herz geschädigt, Gefäße verengen sich und verkalken, die Durchblutung wird verschlechtert, das Risiko auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt steigt. Schwindel, Kopfschmerzen, starkes Herzklopfen, Nervosität, Kurzatmigkeit…all dies können Symptome auf einen erhöhten Blutdruck sein. Doch nicht immer müssen sofort Medikamente zum Einsatz kommen: Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und weniger Stress können dazu beitragen, den Bluthochdruck dauerhaft in den Griff zu bekommen.

service: gesundheit stellt neue Behandlungsempfehlungen bei Bluthochdruck vor und zeigt, warum der Zielwert von 130 zu 80 nicht unbedingt für jeden optimal ist. Außerdem: Welche Rolle spielt Salz bei der Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten?

Mittwoch, 30. April 2014

Treffpunkt Medizin
Im Rettungswagen: Notfallmedizin am Prüfstand
ORF III, 21:45 Uhr

Die rettungsdienstliche und damit präklinische Versorgung in hoch entwickelten Ländern gehört zu einer selbstverständlichen und enorm wichtigen Dienstleistung. treffpunkt medizin nimmt sich des Themas dieses Mal in organisatorischer Hinsicht an: Wie kann der Rettungsdienst qualitativ am besten funktionieren, und welches Personal mit welcher Ausbildung ist dazu nötig? ist dabei die zentrale Frage. Dazu wurden Mitarbeiter bei Rettungsdiensten in New York/USA, in Hamburg /Deutschland, in Luzern/Schweiz und in Tirol und Niederösterreich/ Österreich bei Einsätzen ihrer anspruchsvollen Tätigkeit von Markus Voglauer und Maximilian Klamm begleitet.

Durch die zeitlich minimale Ausbildung der Rettungsärzte – gerade einmal 6 Tage dauert der Kurs zum Notarzt in Österreich – und dem generellen Ärztemangel stellt sich auch in Deutschland oder Österreich seit einigen Jahren zunehmend die Frage, ob Paramedics nicht auch in den genannten Ländern die Notfallversorgung samt weitreichenden medizinischen Kompetenzen von akut erkrankten und schwer verunfallten Menschen übernehmen sollten. Das Thema wird in Medizinkreisen auch bei uns vermehrt diskutiert und bereits seit Jahrzehnten weltweit wissenschaftlich untersucht. Denn schließlich geht es um eine im wahrsten Sinn des Wortes existentielle Frage: Wer ist der bessere Versorger in der Notfallmedizin oder anders gefragt, von welchem Spezialisten – Arzt oder Rettungsdienstfachkraft – kann man sich ein statistisch höheres Überleben erwarten?

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Linktipp:

– Sucht und Drogen: Sucht beginnt im Alltag, Prävention auch
– Risiko Sucht – Suchtrisiko
– Stress & Sucht: Abhängigkeiten in der modernen Leistungsgesellschaft
– Gesund-TV – gesunde Fernsehtipps (Archiv)