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Gefahrenzone Schulweg: Sicherheitstipps für Ihr Kind

Gefahrenzone Schulweg: Sicherheitstipps für Ihr Kind

Schulwegsicherung

Wenngleich die letzte Verkehrsunfallstatistik etwas weniger verletzte Kinder im Straßenverkehr aufweist, bleiben die Zahlen alamierend. Über 2.800 Kinder wurden im Vorjahr österreichweit verletzt, 13 Todesopfer gab es zu beklagen. Besonders gefährdet sind Schüler im Alter von 7 Jahren. Sie legen die vertrauten Wege zwar meist schon allein zurück, sind aber zum Teil selbst auf diesen Strecken noch nicht verkehrssicher. Die größten Gefahrenquellen für Kinder sind zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs, Telefonieren am Steuer und unübersichtliche Kreuzungen.



Der Schulweg ist für eine beträchtliche Zahl an Verkehrsunfällen verantwortlich: 15% der Kinderunfälle (6 bis 15 Jahre) im Straßenverkehr passieren auf dem Weg vom und zum Unterricht. Am gefährlichsten ist der Heimweg: In den Nachmittagsstunden ist der Bewegungsdrang der Kinder nach dem langen Sitzen in der Schule groß, die Achtsamkeit im Verkehr jedoch sehr gering.

Die meisten Schüler verunglücken als Fußgänger (61%). Ein weiteres Viertel (24%) ist als Lenker eines Fahrzeugs (hauptsächlich Fahrrad) unterwegs. Die restlichen 15% der verunglückten Schulkinder sind passive Verkehrsteilnehmer im PKW.

Sicherheitstipps:

  • Lassen Sie Ihr Kind reflektierende Straßenkleidung (auch an Schultaschen, Rucksäcken etc.) tragen.
  • Gehen Sie zu Schulbeginn zuerst selbst den Schulweg Ihres Kindes ab und achten Sie dabei auf mögliche Gefahrenstellen.
  • Begehen Sie dann mit Ihrem Kind gemeinsam den Weg und besprechen Sie mit ihm die übersichtlichen Stellen (wo eine Straßenquerung am sichersten ist) und alle unübersichtlichen Stellen (Zäune, parkende Autos, Kurven, Kuppen, etc.).
  • Melden Sie uns erkannte und vermeidbare Gefahrenstellen.
  • Erziehen Sie Ihr Kind dazu, am Zebrastreifen besonders auf den Verkehr zu achten. Auch sollten Kinder nicht über den Zebrastreifen laufen: Der Autofahrer nimmt sie zu spät wahr und kann aufgrund des langen Bremsweges nicht rasch genug abbremsen.
  • Plädieren Sie für vermehrten, regelmäßigen Verkehrsunterricht in der Schule Ihres Kindes.
  • Lassen Sie Ihr Kind immer auf der Gehsteigseite bei der Schule aussteigen.
  • Optimal wären getrennte Halteflächen für Schulbusse und PKW.
  • Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, besonders achtsam beim Aussteigen aus dem Schulbus und bei parkenden PKW zu sein.
  • Fahren Sie, vor allem im ländlichen Bereich, nie rasch an einem Linienbus vorbei, der an einer Haltestelle steht, da jederzeit Schulkinder die Straße queren können

Besondere Gefahren für kindliche Fußgänger gehen von folgenden Faktoren aus:

1.) Schutzweg ohne Ampel (20% der Unfälle)
2.) Schutzweg über mehr als 2 Fahrbahnen
3.) Schutzweg ohne spezielle Ausleuchtung
4.) Komplizierte Kreuzungen ( versetzte Kreuzungen, 3 oder 5 einmündende Straßen)
5.) Bushaltestellen, Straßenbahnhaltestellen ( fehlende Schutzgeländer )
6.) Vorbeifahren an Schulbussen
7.) Baustellenbereiche (Gehsteigverengung, Zugang zu Schutzwegen schwierig)
8.) Sichtbehinderung durch parkende Autos oder lebende Zäune
9.) Kaum verwendete reflektierende Kinderkleidung (derzeitige Verwendungsrate: 12%)
10.) Haus- und Hofzufahrten ( Gefahr für Kleinkinder durch reversierende Fahrzeuge)

Allgemeine Unfallverhütungsgrundsätze für Kinder – Fußgängerunfälle

Begleitung durch Eltern / größere Kinder und der Einsatz von Schülerlotsen schützt vor vielen Unfallgefahren am Schulweg. 18% der betroffenen Eltern gaben an*, dass sich schon früher Fußgängerunfälle an den späteren Unfallstelle ihres Kindes ereignet hatten. Von verkehrsplanerischer Seite ist eine deshalb eine umgehende Überprüfung von Fußgängerunfallstellen nach Auftreten eines Fußgängerunfalls erforderlich.

* vom Österreichisches Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter ausgegeben, davon wurden 202 Elternfragebögen (Rücklaufquote: 43%) von betroffenen Eltern ausgefüllt und retourniert.

© Große schützen Kleine

Linktipps:

– Kindersicherheit
– Tipps rund um die Schultasche
– Haltungsschäden bei Kindern vorbeugen