Der Herzchirurg Univ.-Prof. Dr. Martin Grabenwöger und der Radiologe Univ.-Prof. Dr. Johannes Lammer betonten, dass die von ihnen angewandte Methode den Aufenthalt des Patienten auf der Intensivstation von zwei Wochen auf rund ein bis zwei Tage reduziert. Die Ausschaltung des Herzkreislaufsystems und die gesamte Eröffnung des Brustkorbes ist demnach nicht mehr notwendig.
Bei der minimalinvasiven Technik wird über einen lediglich rund fünf Zentimeter langen Hautschnitt im Leistenbereich eine Gefäßprothese in die Ader eingeführt. Das Blut fließt nach dem Eingriff in dem Bereich dann ausschließlich über die entfaltete Prothese. Das Aneurysma wird so überbrückt.
“Die Stentprothese ist ein Rohr, das aus einem Metallgeflecht besteht und in das eine Kunststoffmembran eingearbeitet ist”, beschrieb Lammer den Aufbau des Geräts. Da die mitunter lebensgefährliche Erweiterung voll ausgefüllt wird, steht diese nicht mehr unter Druck. “Sie kann somit nicht mehr platzen”, wie der Mediziner betonte.
In Wien sind bereits rund 40 Patienten mit Brust-Aortenaneurysmen mit der Methode behandelt worden.
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