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Cialis gegen erektile Dysfunktion

Cialis gegen erektile Dysfunktion

Cialis Wirkstoff Tadalafil

Das verschreibungspflichtige Arzneimittel Cialis von Lilly Pharma wird zur Behandlung von erektiler Dysfunktion sowie benignem Prostata-Syndrom (Prostatavergrößerung) bei erwachsenen Männern weltweit eingesetzt. Mit dem aktiven Wirkstoff Tadalafil überzeugt das Potenzmittel mit einer Wirkungsdauer von bis zu 36 Stunden.



Das Potenzmittel Cialis begünstigt die Erektionsfähigkeit und ermöglicht damit einen befriedigenden Geschlechtsverkehr. Dabei wirkt der PDE-5-Hemmer nicht Lust steigernd, sondern zeigt nur Wirkung, wenn ein sexueller Reiz der Erektion vorausgeht.

Cialis ist in verschiedenen Dosierungen erhältlich. Der aktive Wirkstoff Tadalafil ist jeweils zu 5 mg, 10 mg oder 20 mg enthalten. Das verschreibungspflichtige Medikament eignet sich ausschließlich zur Anwendung bei erwachsenen Männern ab 18 Jahren.

Potenzprobleme

Cialis (5 mg, 10 mg, 20 mg) unterstützt dabei, die Erektionsfähigkeit von erwachsenen Männern zu verbessern. Dabei hemmt der Wirkstoff Tadalafil körpereigene Stoffe in ihrer Wirkung und ermöglicht eine längere Erektion des Penis. In Absprache mit dem Arzt kann Cialis nach Bedarf vor dem sexuellen Kontakt eingenommen werden. Eine Dauermedikation ist ausschließlich bei geringen Dosierungen (2,5 mg, 5 mg) des Wirkstoffes möglich.


Studien zu Tadalafil

Aktuell liegen verschiedene Studien zum Wirkstoff Tadalafil vor. Dabei überzeugen vor allem die Ergebnisse einer prospektiven Studie eines Urologen aus Hamburg. Er verordnete nach individueller Beratung 405 Patienten mit diagnostizierter erektiler Dysfunktion (Impotenz) ein Potenzmittel.

In regelmäßigen Abständen wurde der Wirkstoff (Tadalafil, Sildenafil und Vardenafil) geändert. 45% seiner Patienten präferierten den aktiven Wirkstoff Tadalafil aufgrund seiner besonders langen Wirkungsdauer von bis zu 36 Stunden.

Auf ärztliche Empfehlung hin nahmen Männer Cialis im Verlaufe des Nachmittags ein, wenn am selben Abend oder am folgenden Tag ein sexueller Kontakt bevorstand.

Im Gegensatz dazu bevorzugten lediglich 14 bis 29% der Testpersonen einen anderen Wirkstoff. Bei insgesamt 12% aller teilnehmenden Männer war bei keiner Art von PDE-5-Hemmern eine Wirkung zu beobachten.


Klinische Wirksamkeit

Insgesamt wurden sechs klinische Studien mit dem Wirkstoff Tadalafil durchgeführt. Von denen ist nur eine komplett veröffentlicht. In allen Studiendesigns wurde Cialis (2,5mg bis 20mg) mit Plazebo verglichen. 1.112 Männer mit einem durchschnittlichen Alter von 59 Jahren nahmen an den Studien teil und wiesen psychische und/oder organische Ursachen einer erektilen Dysfunktion auf. Psychogene Auslöser umfassen Stress, Versagensängste, Depressionen, Erschöpfung und Beziehungsprobleme. Zu den organischen Ursachen gehören unter anderem vaskuläre Erkrankungen wie Hypertonie (Bluthochdruck) oder Arteriosklerose, Übergewicht, Diabetes (Zuckerkrankheit), Fettstoffwechselstörung und Multiple Sklerose.

Im Ergebnis nahm der Häufigkeit der zufriedenstellenden Erektion unter Plazebo um lediglich 6% auf 31% zu. Bei Einsatz von Tadalafil 10mg verzeichneten Tester einen Anstieg von 34% auf 58%. Im Gegensatz dazu bewirkte Cialis 20mg eine Zunahme von 39% auf 70%.


Wirkungsweise von Tadalafil in Cialis

Tadalafil gehört der Gruppe der Phosphodiesterasehemmer (PDE-5-Hemmer) an. Seine Hauptaufgabe ist eine durchblutungssteigernde Wirkung im Penis.

Nach einem sexuellen Reiz sendet das Gehirn ein spezifisches Signal, welches Stickstoffmonoxid (NO) in bestimmten Muskelzellen des Schwellkörpers (Corpus cavernosum) im Penis freisetzt. Gleichzeitig aktiviert NO die Guanylatcyclase, welches die Synthetisierung von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP), einem Second Messenger, auslöst.

Dank des erhöhten cGMP Spiegels im Blut erschlafft die glatte Muskulatur im Penis und der Blutstrom fließt in den Penis, welcher dadurch erigiert. Bei der Anwendung von Tadalafil wird der cGMP Spiegel im Blut erhöht, da das cGMP-spezifische PDE Typ-5 (Phosphodiesterase Typ-5) gehemmt wird. Damit verstärkt das Potenzmittel Cialis den natürlichen Effekt von NO und verbessert die Erektion infolge eines sexuellen Stimulus.


Wie wird Cialis dosiert und eingenommen?

Die Einnahme von Cialis erfolgt auf ärztliche Verordnung. Zu Beginn empfiehlt sich eine Dosis von 10 mg, welche mindestens 30 Minuten und maximal einmal pro Tag vor dem sexuellen Kontakt einzunehmen ist. Dabei profitieren Männer bei diesem Wirkstoff von einer bis zu 36 Stunden anhaltenden Wirkung.

Sollte die anfängliche Dosis zu gering sein, kann in individueller Absprache mit dem Arzt eine Erhöhung auf 20 mg pro Anwendung erfolgen. Eine tägliche Einnahme in Form einer Dauermedikation einer hohen Dosis (10 mg oder 20 mg) ist nicht empfehlenswert.

In diesem Fall eignen sich niedrige Dosierungen von Cialis (2,5 mg oder 5 mg). Ärzte verordnen Letztere oft, wenn mindestens zwei sexuelle Kontakte pro Woche stattfinden. Im Gegensatz zu anderen Potenzmitteln kann Cialis unabhängig von Mahlzeiten oder anderen Getränken eingenommen werden.


Nebenwirkungen von Cialis (Tadalafil)

Ähnlich wie bei der Einnahme anderer Arzneimittel können bei der Anwendung von Cialis Nebenwirkungen auftreten. Sehr häufig kommt es zu Hitzegefühl, Flush (geröteter Oberkörper) oder Kopfschmerzen. Zudem bemerken Patienten häufig Übelkeit, Schwindel oder leichten Durchfall.

Im Einzelfall ist die Nase stark verstopft. Gelegentlich verursacht Cialis Nebenwirkungen wie Augenschmerzen, Bindehautentzündung, gestörtes Farbensehen, Blutdruckanstieg oder -abfall, Luftnot, Hautausschlag, Rücken- und/oder Muskelschmerzen, Herzklopfen oder zur gesteigerten Lichtempfindlichkeit.

In seltenen Fällen bemerken Personen, die Cialis einnehmen Angststörungen, Minderdurchblutung der Herzmuskulatur, eine der Verminderung der roten Blutkörperchen, Über- oder Unterzucker beziehungsweise Priapismus (schmerzhafte, sehr lang anhaltende Erektion).


Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittel

Bei gleichzeitiger Einnahme von Cialis mit bestimmten Medikamenten können unerwünschte Wechselwirkungen auftreten. Dies gilt für folgende Arzneimittel:

  • Erythromycin, Ketoconazol oder Itraconazol zur Behandlung von Pilzerkrankungen können die Wirkung von Tadalafil verstärken,
  • Ritonavir oder Cimetidin, Wirkstoffe zur Behandlung on HIV-Infektionen, können desgleichen die Wirkungsweise von Tadalafil verstärken,
  • Antihypertensiva (Blutdruckmittel): die blutdrucksenkende Wirkung wird durch die gleichzeitige Einnahme von Tadalafil erhöht,
  • 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren, Arzneimittel zur Behandlung der Beschwerden einer gutartig vergrösserten Prostata: es existiert keine formale Arzneimittelwechselwirkungsstudie, daher ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Cialis und 5-ARIs Vorsicht geboten.
  • Ethinylestradiol, ein chemisch hergestelltes Östrogen, und Terbutalin, ein Sympathomimetikum: eine Erhöhung der oralen Bioverfügbarkeit ist möglich.

Ebenso gilt dies für Alpha-Sympatholytika (Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten) oder gefäßerweiternde Mittel auf Nitro-Basis (Glyceroltrinitrat, Molsidomin oder Pentaerythrityltetranitrat), da es zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommt.

Zudem ist eine gleichzeitige Einnahme von Cialis und Grapefruitsaft zu vermeiden, da Grapefruitsaft die Häufigkeit der Nebenwirkungen von Cialis höchstwahrscheinlich verstärken kann.

Gegenanzeigen zur Einnahme von Cialis (Tadalafil)

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Tadalafil oder einen anderen Bestandteil von Cialis ist ein anderer PDE-5-Hemmer (Viagra, Levitra oder Spedra) einzunehmen. Bei folgenden Erkrankungen ist die Behandlung mit Cialis kontraindiziert:

  • Arrhythmien (Rhythmusstörung der Herzkammern),
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck),
  • unkontrollierte Hypertonie (Bluthochdruck),
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinsuffizienz, Schlaganfall oder Herzinfarkt, die erst weniger als ein halbes Jahr zurückliegen),
  • instabile Angina Pectoris.

Männer mit Leberfunktions- oder/und Nierenstörungen sowie Retinitis pigmentosa dürfen Cialis ebenfalls nicht einnehmen.


Ist Cialis verschreibungspflichtig?

Das Potenzmittel Cialis ist in Deutschland als auch Österreich verschreibungspflichtig. Aufgrund der Rezeptpflicht darf dieses Medikament ausschließlich auf Vorlage einer ärztlichen Verschreibung verkauft werden.

Dies hat den Vorteil, dass Patienten von einer individuellen Dosis und entsprechende Beratung im Vorfeld profitieren. Damit werden sie vor starken Nebenwirkungen geschützt und eventuell lebensbedrohliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder Vorerkrankungen werden präventiv unterbunden. Zudem verhindert die Verordnungspflicht von Cialis eine unkontrollierte Selbstmedikation zum Wohle des Menschen.

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Quellen:

¹ Erectile dysfunction: Comparison of efficacy and side effects of the PDE-5 inhibitors Sildafenil, Vardenafil and Tadalafil (Gresser U., Gleiter C.H. in: Eur J Med Res; 2002 – 7: 435-446)
² CIALIS 20mg (4 ST, 8 ST, 12 ST) von Lilly Deutschland GmbH

Linktipps:

– Viagra & Co.
– Was tun bei Erektionsstörungen?
– Tadalafil: Neben- und Wechselwirkungen vom Cialis
– Levitra® gegen Erektionsstörungen
– Pflanzliche Hilfe bei Erektionsstörungen