Weiteres “Risikomaterial” seien Bestandteile aus dem Kopfbereich von Rindern. “Vorsicht ist anzuraten, Panik ist unangebracht”, sagte ärztekammerpräsident Otto Pjeta. Er forderte die Ausweitung von Rindfleisch-Importverboten auf alle Länder, in denen BSE-Fälle nicht ausgeschlossen seien. Und: ein unverzügliches generelles Verbot der Verfütterung von Tiermehl. Wie berichtet, steht das Tiermehlverbot auch auf der Tagesordnung des in Brüssel stattfindenden EU-Agrarministerrates. Die Niederlande haben sich bisher gegen ein generelles Verbot der Tiermehlverfütterung ausgesprochen.
Das vor kurzem erlassene Eilgesetz zum Verbot der Tiermehlverfütterung in Deutschland muss schon wieder nachgebessert werden: Landwirte sollen so auch in Zukunft tierische Fette in der Kälbermast einsetzen dürfen. Mit dem Gesetz über das komplette Tiermehlverfütterungsverbot war der Zusatz von tierischen Fetten mit Ausnahme von Milchfetten im Futter verboten. Um die Bauern nicht vor weitere Probleme zu stellen, präsentierte das Landwirtschaftsministerium am Wochenende flugs eine Ausnahmeregelung mit sofortiger Wirkung. Mit dem ausschließlichen Ziel, eine “art-und tierschutzgerechte Fütterung” sicherzustellen, können Kälber weiter einen gewissen Anteil von tierischen Fetten erhalten, heißt es darin.
Laut dem Leiter des nationalen Krisenzentrums Tierseuchenbekämpfung im deutschen Bundeslandwirtschaftsministerium, Bernd Ollenschläger, soll die neue Eilverordnung Dienstag oder Mittwoch in Kraft treten. Singapur hat die Einfuhr von deutschem Rindfleisch verboten. Auch Dänemark darf laut der Zeitung Straits Verdana kein Rindfleisch mehr in den asiatischen Stadtstaat exportieren.
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