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Blutdruckmessgeräte im Vergleich – welche Modelle sind zu empfehlen, worauf ist zu achten?

Blutdruckmessgeräte im Vergleich – welche Modelle sind zu empfehlen, worauf ist zu achten?

Blutdruckmessgeräte im Test

Viele Krankheiten treten erst im hohen Alter auf. Bluthochdruck jedoch, kann bei falscher Lebensweise bereits in jüngeren Jahren auftreten. Tatsächlich ist Bluthochdruck weltweit einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen früher sterben. Auch in Österreich und Deutschland sind etwa 20% der Bevölkerung betroffen. Für uns Grund genug um einige der gebräulichsten Blutdruckmessgeräte etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.




Was bedeutet Blutdruck?

Viele kennen die Situation vom Besuch in der Ordination: Der Arzt legt dem Patienten eine Manschette an, pumpt diese solange auf, bis ein leichtes Stechen auf der Haut zu spüren ist und sagt dann: „110/90, alles in Ordnung.“ Gerade jüngere Leute wissen oft nicht, was der Arzt da gerade gesagt hat und was er damit überhaupt meint. Blutdruck? 110/90?


Blutdruck ist, wie der Name schon sagt, der Druck des Blutes in einem Blutgefäß. Mit jedem Herzschlag wird Blut in die Schlagadern (Arterien) gepumpt, damit das Blut in alle Bereiche des Körpers fließen kann – so entsteht der Blutdruck. Dabei zeigt der höhere Wert den Blutdruck, wenn sich das Herz zusammenzieht (systolische Blutdruck) und der niedrigere Wert, wenn das Herz entspannt ist (diastolische Blutdruck). Der ideale Wert liegt beim Erwachsenen bei 120/80. Gemessen wird in mmHG, also in Millimeter Quecksilbersäule, eine physikalische Druckangabe.

Symptome bei nicht optimalem Blutdruck

Bei erhöhtem Blutdruck können lebensgefährliche Folgen auftreten. Durch den hohen Druck können Adern leicht einreißen. Dies führt zu Ablagerungen, welche wiederum die Durchblutung stören. Daraus können verschiedene Probleme resultieren. Beispielsweise Nierenbeschwerden oder Herz-Kreislauf-Störungen. Von einem hohen Blutdruck spricht man ab einem Wert von 140/90. Menschen mit erhöhtem Blutdruck (Hypertoniker) leben mit einem vielfach erhöhten Schlaganfall- sowie Herzinfarktrisiko.

Im Gegensatz kann es natürlich auch zu einem niedrigen Blutdruck kommen. Der Körper reagiert daraufhin oft mit einem erhöhten Puls. Weitere Beschwerden sind häufig Schwindel, Sehstörungen, Ohnmacht, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Atemnot.


Testergebnisse

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, den Blutdruck zu messen. Vor allem während Operationen wird oft eine invasive Messung durchgeführt. Dabei befindet sich das Messgerät in einem Blutgefäß. Die übliche Methode ist aber die indirekte arterielle Druckmessung, welche noch einmal unterschieden wird in manuelle Messungen, wie beim Arzt, und automatische, wie mit Messgeräten. Gerade ab der zweiten Lebenshälfte sollte man seinen Blutdruck regelmäßig im Blick haben. Hier helfen Blutdruckmessgeräte für den Heimgebrauch, sie sind meist klein, bequem zu handhaben und vergleichsweise preiswert. Ihre Messgenauigkeit wurde allerdings immer wieder in Zweifel gezogen. Inzwischen bestätigen mehrere Tests, dass nicht nur Oberarm-Blutdruckmessgeräte, sondern auch die Messung mit einem automatischen Handgelenkmessgerät zuverlässige Ergebnisse liefert.

Das etablierte Portal Testberichte-Blogger hat die verschiedenen, auf dem Markt erhältlichen, Geräte analysiert und empfiehlt drei Geräte¹:

– Beurer BM 58 Blutdruckmessgerät | 1. Platz
– Aponorm 47034 Professional | 2. Platz
– Panasonic EW-BW10 | 3. Platz


Arten von Blutdruckmessgeräten

Wie erwähnt, gibt es mehrere Gerätetypen am Markt – die erste Frage beim Kauf sollte dreht sich um das Thema Handgelenk- oder Oberarm-Messgerät? Möchte man schnell und bequem messen, so sollte man zu der Handgelenk-Variante greifen. Ärmel hoch, Messgerät umschnallen und los geht es. Leider ist diese Variante nicht ganz so genau. Wer also seine Werte regelmäßig und genau braucht, der sollte den höheren Preis in Kauf nehmen und das Oberarm-Messgerät nehmen. Auch aus diesem Grund werden die Plätze 1 und 2 von solchen Geräten belegt.

Unterschiede im Funktionsumfang

Gerade bei Oberarm-Blutdruckmessgeräten sollte man darauf achten, dass die Zahlen groß genug sind. Beurer bietet bei seinem BM 58 Oberarm-Blutdruckmessgerät einen XXL-Display, der per Touch Screen bedient wird. So wird die meist sehr umständliche Bedienung komfortabler. Bei den Geräten für das Handgelenk ist die Größe der Zahlen nicht ganz so wichtig. Gute Geräte sollten eine Software für den PC mitliefern, damit man seine Daten dauerhaft speichern kann.

Auch hier bietet Beurer eine komfortable Lösung. Sie bieten für ihre Geräte neben einer PC Software auch eine Smartphone App an, sodass man seine Werte von allen Beurer-Geräten immer dabei hat. Auch der zweite Platz, von aponorm, bietet eine PC-Software an. Natürlich möchte man nicht nach jedem Messvorgang sein Gerät an den PC anschließen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn ein Blutdruckmessgerät einen Speicher besitzt. Im Idealfall kann man verschiedene Nutzer auswählen, sodass beispielsweise ein Ehepaar ein Gerät nutzen kann. Auch diesen Funktionsumfang bieten die Plätze 1 und 2.

Weitere messbare Werte

Gute Geräte zeigen nicht nur einfach den Blutdruck an, sie berechnen beispielsweise automatisch den durchschnittlichen Blutdruck der letzten Tage, vom Morgen und Abend. Auch der Puls wird mittlerweile oft gleich mitgemessen. Wer einen Kauf in Erwägung zieht, sollte auch darauf achten, dass Anwendungsfehler erkannt werden und eine erneute Messung statt findet.


Was sagt Stiftung Warentest?

Der erste Platz überzeugte nicht nur die Testberichte-Blogger-Redaktion, sondern auch Stiftung Warentest. Gute Messqualität, hoher Bedienkomfort und einfache Handhabung überzeugten auch die Tester von Stiftung Warentest. Zusätzlich erhielt das Produkt den Red Dot Design Award für ein wohl überlegtes und elegantes Aussehen.

Wie verhält man sich beim Blutdruck messen richtig?

Damit korrekte Werte erzielt werden, sollten ein paar Aspekte beachtet werden. Vor Beginn der Messung empfieht es sich zuvor einige Minuten hinzusetzen und auszuruhen. Das Messgerät muss sich immer auf Höhe des Herzens befinden. Dies ist besonders bei Handgelenk-Geräten wichtig. Auch der Zeitpunkt ist ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Der ideale Messzeit ist morgens, vor der Einnahme von Medikamenten. Denn gerade hoher Blutdruck am Morgen ist gefährlich. Ein Tipp: beim erstmaligen Messen den Blutdruck an beiden Armen testen. In Zukunft sollte man den Arm nehmen, an dem der Blutdruck höher war.

Sanitas SBM 21 Oberarm-Blutdruckmessgerät
Preis: EUR 32,65
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  • Arrhythmieerkennung- warnt vor eventuellen Herzrhytmusstörungen
  • 4 x 30 Speicherplätze mit Durchschnittswertberechnung der letzten drei Messungen
  • Medizinprodukt

Blutdruck messen mit dem iPhone

Mittlerweile kann man mit dem Smartphone fast alles messen. Da stellt sich natürlich auch die Frage, wieso man nicht gleich mit dem iPhone seinen Blutdruck misst. So hat man keine Display Probleme und die Daten sofort parat und immer dabei. Es ist kein PC nötig und dank der Cloud geht nichts verloren. Stiftung Warentest hat die App iHealth Lab und das dazugehörige Messgerät. getestet. Grundsätzlich ist diese Variante praktisch, jedoch sind die Messwerte ungenau. Wer also wirklich an einer Krankheit leidet, sollte lieber zu einem der vorgeschlagenen Produkte greifen.

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Quellen:

¹ Blutdruckmessgeräte im Test
² Deutsche Hochdruckliga e.V.: Handgelenkmessung

Linktipps:

– Das Handy als Gesundheitswächter
– Nicht vergessen: Blutdruck messen!
– Niembaum gegen Bluthochdruck

Kave Atefie





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