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Zeitumstellung, Biorhythmus & Organuhr

Zeitumstellung, Biorhythmus & Organuhr

Zeitumstellung, innere Uhr, Biorhythmus

Wohlfühl-Barometer und der Taktgeber für Leistung und Erholung – der Biorhythmus ist eine Art inneres Räderwerk. Er arbeitet nach einem von der Natur ausgetüftelten Tagesplan. lhn dabei zu unterstützen, macht fit, schön und gesund. Wer aber gegen den Rhythmus der inneren Uhr lebt, muss mit Beschwerden rechnen. Die Aktivität vieler Körperfunktionen unterliegt einem täglichen Rhythmus, der durch eine innere biologische Uhr gesteuert wird. Der Mensch der westlichen Industrienationen ist fest davon überzeugt, dass er seine innere Uhr nach seinem Lebenswandel stellen kann.




Zeitumstellung – Einleitung

Diese innere Uhr kann aber nicht nach Belieben ‚verstellt‘ werden, denn diese Uhr, bzw. diese Zeit ist uns angeboren. Besser gesagt: diese Uhren. Denn davon gibt es gleich mehrere im Körper. Diese biologischen Uhren werden zirkadiane Uhren genannt und kontrollieren das Leben aller Lebewesen auf unserem Planeten. Willkürliche Zeitumstellungen machen diesen inneren Uhren zu schaffen, sind diese doch eher trägel.

Jedes Gewebe und jede Zelle verfügt über einen eigenen Taktgeber. Sie steuern wichtige Funktionen, die sich im Laufe des Tages und der Nacht verändern. So steigt die Körpertemperatur morgens kurz vor dem Aufwachen an und fällt abends wieder ab. Blutdruck, Hormonausschüttung und die Aktivität unseres Immunsystems erreichen jeden Tag um dieselbe Zeit ihre Höhe- oder Tiefpunkte – solange es keine Zeitumstellung gibt, auf die der Körper sich einstellen – und umstellen muss.

Wenn wir schlafen, wechseln sich alle 90 Minuten Tiefschlaf- und REM-Schlafphasen ab. Diese biologischen Zeitmesser sorgen dafür, dass wir im Rhythmus unserer Umwelt bleiben. Vorausgesetzt, wir hören auf sie und setzen uns keinen willkürlichen Zeitumstellungen aus.

Rund die Hälfte der Mitteleuropäer leiden unter einem dauerhaften Jetlag. Nicht etwa, weil jeder Zweite hierzulande ständig nach Übersee fliegen würde oder in der Nachtschicht arbeitet, oder die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung nicht verkraftet, sondern schlicht weil wir zu den falschen Zeiten aufstehen oder ins Bett gehen. Zu früh. Zu spät. Auf jeden Fall nicht so, wie unser Körper es braucht. Dauerhafte hausgemachte permanente Zeitumstellung sozusagen – wir leben gegen die eigene innere Uhr.


Innere Uhr aus dem Gleichgewicht

Verstärkt werden unsere körperlichen Probleme noch dadurch, dass wir unser Leben hauptsächlich innerhalb von Gebäuden verbringen fern von natürlichem Licht und arm an Impulsen für unsere biologische Uhr. Bedenkt man, dass die durchschnittliche Innenbeleuchtung zwischen 50 bis 500 Lux liegt, während das Licht im Freien 8.000 bis 100.000 Lux beträgt, führen wir regelrecht ein Leben in Finsternis. Die Folgen: wir schlafen schlecht, sind energielos und haben schlechte Laune.

Gegen den Rhythmus zu leben heisst in diesem Fall gegen seine eigene Gesundheit vorzugehen. Aber was kann man tun? Den Schulbeginn auf 10 Uhr verlegen? Alle Meetings im Morgengrauen auslassen? Menschen, die in Bars oder Theatern arbeiten, umschulen? Nachtarbeit grundsätzlich aus dem Berufsleben streichen? Auch wenn es nicht schlecht wäre, realistisch ist es freilich nicht. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme, die man allerdings sofort umsetzen kann, ist viel Tageslicht und jede Menge Bewegung im Freien. Denn das Sonnenlicht eicht unsere inneren Uhren: Helligkeit bedeutet Aktivität, Dunkelheit Erholung.


Auf die Organuhr hören

Dass unsere inneren Uhren nach einem vorgegebenen Rhythmus ticken, weiß man in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schon lange. Aus diesem Grund ist die Organuhr ein wichtiger Bestandteil der TCM. Und die funktioniert so: Laut TCM durchströmt das Qj ,also unsere Energie, auf festgelegten Pfäden, den Meridianen, unseren Körper. Dabei wird alle zwei Stunden ein Meridian und damit ein bestimmtes Organ besonders gut durchflutet. Von 5 bis 7 Uhr ist dies der Dickdarm, von 7 bis 9 Uhr der Magen, von 9 bis 11 Uhr die Milz, von 11 bis l3 Uhr das Herz und so weiter. Zu diesen Zeiten liefert das Organ das Maximum an Lebensenergie.

Ein Beispiel, das zeigt, wie sehr unsere Organuhr unsere Aktivitäten bestimmt: zwischen 7 und 9 Uhr sollte unser Magen gefüllt werden. Der Magen hat jetzt sehr viel Qj und das können wir nutzen: Jetzt ist die beste Zeit, den Tag zu planen und zu strukturieren und ein paar Dinge zu ordnen.

Doch jedes Ding hat zwei Seiten. Und das ist auch bei der Organuhr so, denn sie weist nicht nur darauf hin, welches Organ zu welcher Stunde die meiste Energie besitzt, sie zeigt auch Schwachstellen auf. Hat jemand etwa immer zur gleichen Zeit die gleichen Beschwerden, kann ein Blick auf die Organuhr das unbekannte Rätsel lösen. Wer morgens, also zwischen 7 und 9 Uhr, keinen Bissen hinunterbekommt, hat ein schwaches Magen-Qi.

Neben maßvollem Morgensport hilft es, über den Tag verteilt Kräutertees wie Kamille, Fenchel oder Rooibos zu trinken, um den Magen und die Verdauung zu beruhigen.

Wer zwischen 17 bis 19 Uhr fröstelt, hat einen Hinweis auf ein schwaches Nieren-Qj. Warme Fußbäder oder Fußmassagen verleihen hier neue Energie. Und wer abends nur noch müde und genervt ist, der kann auf einen schwachen Kreislauf schließen. Hier helfen Akupressurmassagen und regelmällige Bewegung. Unser Körper zeigt uns laut und deutlich, wenn etwas nicht stimmt. Wer in seinem Beruf öfter gegen seinen Rhythmus arbeitet, der sollte zumindest auf seine inneren Uhren hören und auf die Organuhr schauen, um Körper und Seelc wieder in Einklang zu bringen.¹


Tag & Nacht – der 24 Stunden Takt

Während des Schlafs hat der Organismus die meisten Energiereserven verbraucht, die Kohlenhydratspeicher sind fast leer. Jetzt gillt: Frühsport macht unerwünschten Fettpölsterchen Beine. Um Kraft zu schöpfen, zapft der Körper seine Fettreserven an. Die Schlankheitshormone Adrenalin und Glucagon kurbeln den Stoflwechsel an und unterstützen den biochemischen Abbauprozess im Feftgewebe.

Extreme Anstrengungen sind dazu gar nicht nötig, sanfte Sportarten wie Schwimmen oder Nordic Walking setzen viel Muskelmasse in Bewegung und maximieren so den Kalorienverbrauch. Wichtig dabei: Während des Trainings regelmäßig atmen, ohne zu schnaufen, um im so genanten aeroben Bereich zu bleiben. Wer will, erhöht das Tempo zwischendurch, um den Energiebedarf anzukurbeln.

7.00 Uhr, Morgenstund für eine gute Figur

Während des Schlafs hat der Organismus die meisten Energiereserven verbraucht, die Kohlenhydratspeicher sind fast leer. Jetzt gjlt: Frühsport macht unerwünschten Fettpölsterchen Beine. Um Kraft zu schöp- fen, zapft der Körper seine Fettreserven an. Die Schlankheitshormone Adrenalin und Glucagon kurbeln den Stoflwechsel an und unterstützen den biochemischen Abbauprozess im Feftgewebe. Extreme Anstrengungen sind dazu gar nicht nötig, sanfte Sportarten wie Schwimmen oder Nordic Walking setzen viel Muskelmasse in Bewegung und maximieren so den Kalorienverbrauch.

Wichtig dabei: während des Trainings regelmäßig atmen, ohne zu schnaufen, um im so genanten aeroben Bereich zu bleiben. Wer will, erhöht das Tempo zwischendurch, um den Energiebedarf anzukurbeln. Man kann ruhig mit nüchternem Magen starten, auslassen sollte man das Frühstück aber keinesfalls.

9-11.00 Uhr Milz-Füllezeit

Die Milz steht für die Mitte. Zielstrebig und vernünftig gehen Sie jetzt Ihrer Wege. Einer davon führt Sie am besten direkt zu einer ordentlichen Mahlzeit. Da Magen und Darm morgens am besten verdauen, dürfen Sie ruhig beherzt zugreifen. Optimal: Obst, Joghurt, Nüsse und mageres Eiweiß.

11.30 bis 13:00 Uhr. Leichter Lunch gegen das Nachmittagstief

Bei empfindlichen Menschen sackt der Blutdruck schon vor Mittag ab. Ein Teller Suppe hilft, das Leistungstief zu überwinden. Der hochaktive Magen-Darm-Tiakt braucht eine optimale Bltversorgung, zusätzliche Muskelarbeit würde jetzt zu Verdauungsproblemen führen. Das Aktiv-Menü besteht aus magerem Eiweiß wie Gefügel, Fisch oder Tofir. Deren Aminosäuren liefern auch die Bausteine ftir Zellorganellen, Hormone, Rezeptoren, Bindegewebe und Immunzellen. Und fur alle Muskelfasern, die wiederum viel Energie, also Fett verbrauchen.

17:00 Uhr Happy Hour für den Organismus

Um diese Tägeszeit funktioniert der Körper wie geschmiert, Nährstoffe werden optimal verarbeitet, die Nieren sind auf Zack. Die Gelegenheit ist günstig, im Bindegewebe gelagerte Flüssigkeit auszuschwemmen, die immer so viel mehr aus uns macht, und gleichzeitig die Fetwerbrennung mit sportlicher Betätigung in Gang zu setzen.

Die Entschlackung klappt am besten mit Multivitamin-Drinks aus potenten Ingre- dienzien wie Sellerie, Karotten und Rote Rüben. Karottensaft bringt die Verdauung und Zellerneuerung in Schwung, Sellerie die Neren in Fahrt, Rote Rüben entgiften mithilfe von Leber und Galle. Die Säfte gibt es trinkfertig bei dm, wer Zeit hat, kann die frischen Zrtaten auch im Entsafter pressen und den Mix mit ein paarTiop- fen hochwertigem Pflanzenöl verfeinern.

19:00 Uhr. Die Regeneration

Die innere Uhr stellt von Leistung auf Sparflamme. Das Schlafhormon Melatonin sorgt für verdiente Müdigkeit, das Wachstumshormon Somatotropin startet die zellulären Reparaturarbeiten. Das kostet Energie, die sich der Körper aus verschiedenen Kraftstoflquellen hoien kann. Verzichtet man beim Abendessen auf schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Pizza, Nudeln oder Brot, die den Blutzuckerspiegel anschnellen lassen, müssen ftir den nächtlichen Regenerationsprozess die Fettdepots herhalten. Bei niedrigem Blutzuckerspiegel werden über Nacht Speicher-Kalorien abgebaut. Während sich Körper und Geist langsam entspannen, wacht die Haut erst richtig auf und treibt die Zellerneuerung voran.²

[red]

Quellen:

¹ Teezeit-Magazin; Teekanne Nr.9/2009
² active beauty Magazin; dm

Linktipps:

– Biorhythmus
– Berechnen Sie Ihren Biorhythmus
– Die Innere Uhr
– Ich kann nicht schlafen – 10 einfache Schlafregeln
– Warum gesunder Schlaf so wichtig ist
– Koffein als Muntermacher