Bier ist erfrischend und in Maßen genossen gesund. Es enthält eine Fülle wertvoller Inhaltsstoffe: Die Mineralstoffe Magnesium und Kalium benötigt der Körper, damit Muskeln und Nerven richtig funktionieren. Bereits ein Liter deckt fast die Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Magnesium. Die im Bier enthaltenen B-Vitamine sind wichtig für reine Haut und schönes Haar, aber auch für den gesamten Stoffwechsel, für Nerven, Immunsystem, Blutbildung und das Sehvermögen. Als Fitmacher wirken die Kohlehydrate im Bier: Sie sind leicht verdaulich und liefern dem Körper schnell verfügbare Energie.
Bier im Diätplan
Biergenuß kann Diäten bereichern, allerdings sollte man sich in Problemfällen mit seinem Arzt absprechen. Bier ist, wie schon erwähnt, streng natriumarm, relativ proteinarm und frei von Fett und Cholesterin. Diätbier ist zudem kohlenhydratarm.
Zielgruppen hierfür sind Personen, die natrium-, protein-, fett- und cholesterinärmere Kostformen einhalten sollen. Dies trifft u.a. für Menschen zu, die zu erhöhtem Blutdruck und zu erhöhtem Blutfett neigen, denen aber ein maßvoller Alkoholkonsum erlaubt ist. Sollte aber auch der Alkoholverzehr eingeschränkt oder ganz gemieden werden, ist Leichtbier bzw. alkoholfreies Bier angezeigt. Der feinherbe, würzige und vollmundige Geschmack des Bieres kann die Eintönigkeit mancher Diäten ausgleichen.
Biertrinken & Lebenserwartung
In mehreren Langzeituntersuchungen wurden die Zusammenhänge zwischen “Ernährung, Lebensgewohnheiten und Gesundheit” erforscht. Als eines von vielen Ergebnissen zeigte sich immer wieder, da maßvoller Alkoholverzehr der Gesundheit nicht nur nicht abträglich war, sondern im Gegenteil, dass maßvolle Alkoholkonsumenten eine längere Lebenserwartung hatten als Alkoholabstinente und exzessiv oder übermäßig Alkohol Trinkende.
Dieses günstige Bild ist insbesondere darauf zurückzuführen, da die maßvollen Alkoholtrinker deutlich weniger Herzinfarkte hatten. Heute lassen sich diese epidemiologischen Befunde auch physiologisch-biochemisch deuten. Maßvoller Verzehr erhöht nämlich das High-Density-Lipoprotein-Cholesterin, das als gefäßschützend gilt, da es Ablagerungen an den Gefäßwänden zu verzögern vermag. Andere Ergebnisse zeigten, da kleine Alkoholmengen der Bildung von Blutgerinnseln und Bluttropfen entgegenwirken und zu einem deutlich geringeren Verschlußgrad der koronaren Arterien führten. Die insgesamt bessere Durchblutung der Herzkranzgefäße kann somit die Schutzwirkung des maßvollen Alkoholverzehrs vor Herzkrankheiten erklären.
Biergenuss & Krebsrisiko
Hin und wieder wird in den Medien behauptet, daß Bierkonsum Krebs auslösen könne. Dazu ist nach bisherigen Erkenntnissen festzuhalten, dass weder der Alkohol im Bier noch die alkoholischen Begleitstoffe oder die übrigen bisher bekannten Substanzen des Bieres – vernünftigen Genuß vorausgesetzt – kanzerogen sind.
Im Rahmen einer Studie über die Todesursachen Dubliner Brauereiarbeiter wurden von 1954 bis 1973 unter anderem auch die Todesfälle durch Krebs erfaßt. Man wählte bewußt Brauerei- arbeiter aus, da diese im Durchschnitt wesentlich größere Biermengen tranken als die übrige Bevölkerung. Als Endergebnis wurde festgestellt, da die Lebenserwartung der Dubliner Brauereiarbeiter zumindest gleich hoch, ja sogar etwas höher war als die der vergleichbaren Gruppe.
In einer Studie über die Krebserkrankungen und Todesursachen dänischer Brauereiarbeiter wurden 14.313 männliche Brauer untersucht, und zwar von 1939 bis 1963. Der Bierkonsum der Brauer war viermal höher als der der vergleichbaren Gruppe, wobei der errechnete tägliche Alkoholverzehr im Durchschnitt 77,7g betrug. In dieser Langzeit-Untersuchung (24 Jahre!) wurde festgestellt, da der Biergenuß der dänischen Brauereiarbeiter zu keiner erhöhten Krebshäufigkeit und Gesamtsterblichkeit führte. Neue Untersuchungen bestätigen diese Erkenntnisse.
Bier & Stress
Es gibt aus wissenschaftlicher Sicht keinen Zweifel: Maßvoller Biergenuß baut Übererregbarkeiten ab und wirkt spannungslösend. Für die “streßabbauende” Wirkung sind u.a. die Persönlichkeit und das Geschlecht des Alkoholkonsumenten, dann die Konsummenge, der Stimmungszustand und die äußeren Bedingungen beim Genuß von Bedeutung. Ganz entscheidend ist auch die erwartete Wirkung, die beim Konsum eines alkoholhaltigen Getränkes besteht. In wissenschaftlichen Untersuchungen wird deshalb zwischen der eigentlichen physiologischen Wirkung und der kognitiven Wirkung (= Erwartungswirkung) des Alkohols unterschieden. Was das Bier betrifft, wirken Alkohol und Hopfenbitterstoffe auf den Körper beruhigend ein.
Linktipps:
…. Funktionale Getränke
…. Bier & Gesundheit
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