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Wie benutze ich ein Kondom richtig?

Wie benutze ich ein Kondom richtig?

Verhütung: Kondome richtig verwenden

Egal ob regelmäßig oder unregelmäßig, wer Sex hat oder drauf und dran ist welchen zu haben, muss sich früher oder später mit der relativ unbeliebten, aber notwendigen Frage des (mehr oder weniger) richtigen Kondomkaufes, und in weiterer Folge der richtigen Handhabung herumplagen.



Das reichhaltige Angebot an Kondomvarianten droht den Käufer bereits bei der Ankunft im Geschäft förmlich zu erschlagen: Genoppt, Normal, Gefühlsecht, mit Geschmack, blau, gelb, rot oder doch lieber die 0815 Variante? Abgesehen von diesen netten, kleinen Spielereien – der wichtigsten Herausforderung, nämlich die richtige Größe und Breite für den kleinen (oder auch großen) Hauptakteur zu finden, muss man sich erst einmal stellen.

Welches Kondom ist denn nun das Richtige?

Und ja meine lieben Damen und Herren, hier steht es nun grün auf braun: Nicht auf die Länge, sondern auf die Breite kommt es an!

Alle männlichen Leser können jetzt beruhigt aufatmen und erleichtert den weiteren Anweisungen folgen. Also: Normalgroße Kondome sind in der Regel 51 – 53 mm weit, folglich wird man bei einem breiteren Penis ein größeres Kondom, und bei einem etwas Dünneren ein dementsprechend kleineres verwenden.

Ein Kondom sitzt auf alle Fälle dann richtig, wenn man es ohne zu zerren abrollen kann, und während dem Geschlechtsverkehr nichts zwickt und auch nichts verrutscht.

Eines vorweg – Kondome sind sehr, sehr dehnbar. Aus diesem Grund sollte man es keinesfalls zu weit wählen – sonst besteht die Gefahr des Abrutschens. Wenn man dagegen während des Abrollens an dem dünnen Latexgummi herumzerren und ziehen muss, statt es einfach abrollen zu können, sollte Mann beim nächsten Mal zur nächst größeren Verpackung greifen.

Auf die richtige Anwendung kommt es an

Hat man in zahlreichen Selbstversuchen einmal sein richtig sitzendes Lieblingskondom gefunden, will man dieses natürlich auch gleich einem Praxistest unterziehen. Doch Vorsicht – wer jetzt im Feuer der Leidenschaft über das Kondom herfällt und es mit scharfen Nägeln aufreißt und malträtiert, der hat schon verloren. Lieber einmal tief durchatmen und die Kondomverpackung vorsichtig öffnen.

Hinweis für unsere jungen LeserInnen: Der unten abgebildete Penis entspricht nicht der Normgröße, vielmehr handelt es sich schon um ein regelrechtes Prachtexemplar, was sich zur besseren Veranschaulichung in diesem Fall aber nicht nachteilig auswirkt ;o)

Wie man ein Kondom benutzt

  • Hält man das gute Stück erstmal unversehrt in Händen, wird das Reservoir (die Kondomspitze) mit Daumen und Zeigefinger zugedrückt. Dieser Schritt ist besonders wichtig, da das Reservoir nach der Ejakulation als Auffangbecken für Spermien dient.
  • Das Kondom wird nun so auf der Penisspitze platziert, dass das aufgerollte Ende des Präservativs an der Außenseite zu sehen ist.
  • Nun geht es ans Abrollen: sollte die Vorhaut nicht von alleine zurückgehen, einfach selbst zurückziehen und dann das Kondom vorsichtig über die ganze Länge des erigierten Penis streifen.

Sollte man sich im Eifer des Gefechts einmal vertan haben, dass Kondom nicht einfach umdrehen und richtig aufsetzen, sondern unbedingt ein neues verwenden, da sich nun bereits Sperma (Lusttropfen!) auf der falschen Seite befinden kann.

Die Herren der Schöpfung müssen diese Prozedur übrigens nicht im Alleingang bewältigen – mit ein wenig Phantasie kann man diesen verpönten „Lustkiller“ hervorragend und sehr erotisch ins Liebesspiel mit einbauen!

Auch die schönste Nebensache der Welt geht irgendwann einmal zu Ende. Beim Herausziehen aus der Scheide, sollte das Kondom unbedingt am unteren Ende festgehalten werden, damit es nicht abrutscht und die ganzen Vorbereitungen am Schluss vielleicht umsonst waren.

Wichtig: Ein Kondom ist ein Einwegprodukt und somit nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt! Es darf und kann also nicht wieder verwendet werden. Außerdem gehört ein benütztes Präservativ nicht in die Toilette, sondern sollte sein restliches Dasein am Grunde eines Mistkübels fristen.
Worauf sonst noch geachtet werden sollte

  • Ein sicheres Kondom ist immer an dem auf der Packung angeführten CE -Kennzeichen, der Genehmigungs- und Chargennummer und dem Haltbarkeitsdatum erkennbar. Von Kondomverpackungen ohne diesen Sicherheitsmerkmalen sollte man tunlichst die Finger lassen!
  • Das eigentliche Haltbarkeitsdatum ist auf vier Jahre beschränkt – da die meisten Kondome aber nicht nach den erforderlichen Bedingungen gelagert werden, verkürzt sich das Haltbarkeitsdatum erheblich. Kondome können durch zuviel Hitze- und Lichteinfluss porös werden – eine lichtdichte Verpackung und kühle Lagerung sind daher unabdingbar, will man lange etwas von den eben gekauften Kondomen haben.
  • Wer auf Gleitmittel nicht verzichten möchte, sollte unbedingt darauf achten nur spezielle, wasserlösliche Präparate zu verwenden – alles andere lässt Kondome porös und somit unbrauchbar werden.

= [amchap] =

Quelle:

LILLI – die Site für junge Frauen und Männer

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