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Schnuller und Schnuller-Entwöhnung – die „Glaubensfrage“ rund ums Baby

Schnuller und Schnuller-Entwöhnung – die „Glaubensfrage“ rund ums Baby

Baby & Schlnuller

Eines vorweg: Saugen und Nuckeln stellt für Babys ein intensives Gefühl und Bedürfnis dar. Es stellt sich also primär die Frage: Schnuller oder Daumenlutschen? Ist kein Schnuller vorhanden, kommt der Daumen dran – oder auch sonstige Gegenstände, die gerade in der Umgebung sind. Welche Strategie ist für Eltern die richtige? Es scheint sich fast um eine „Glaubensfrage“ zu handeln.



Der wesentliche Vorteil des Schnullers ist wohlbekannt: Das Baby beruhigt und entspannt sich rasch (was stillenden Müttern und insbesondere deren Brüsten gleichfalls sehr gut tut).

Der größte Nachteil ebenso: Das Baby gewöhnt sich an den Schnuller und dieser wird laufend urgiert.

Insbesondere unter Zahnärzten ist die Meinung, dass ein Schnuller Zahnfehlstellungen oder Kieferprobleme verursacht, weit verbreitet – immer öfter hört man dies aber auch vom „klassischen“ Daumenlutschen.

Wie dem auch sei – im Laufe der Jahre sollten sie jedenfalls darauf achten, dass einerseits der Schnuller nicht zu oft eingesetzt wird, andererseits auch das Daumenlutschen nicht überhand nimmt.

Was ist beim Schnullerkauf zu beachten?

Die Form des Schnullers sollte auf alle Fälle kiefergerecht sein. Die richtige Größe des Schnullers ist gleichfalls wesentlich – der Fachhandel bietet dem Alter des Babys entsprechende Produkte an. Ein Schnuller sollte auch nicht zerbrechen oder zerbröseln – tauschen sie solche Schnuller unverzüglich aus. Gleichfalls sollte er groß genug sein, sodass das Baby ihn nicht ganz in den Mund nehmen kann.

Wie lange darf mein Baby/Kind den Schnuller verwenden?

Versuchen sie vielleicht schon nach dem ersten Lebensjahr, dem Kind den Schnuller nicht laufend zu verabreichen. Als ersten Schritt könnten sie den Schnuller nur noch als Hilfe zum Einschlafen verwenden – achten sie jedoch darauf, dass nicht das Daumenlutschen zur Daueralternative wird.

Es gibt übrigens kein vorgegebenes Alter, in dem es unbedingt notwendig ist, dem Baby/Kleinkind den Schnuller zu entziehen – meistens verstehen Kinder mit 2,5 bis 4 Jahren schon ansatzweise Argumente wie „Das schadet deinen Zähnen“. Haben Sie hier (wie auch in vielen anderen Dingen) Geduld – manche „Probleme“ sind keine, denn sie erübrigen sich mit der Zeit von alleine und bei jedem Kind individuell.

Selbstverständlich ist es auch nicht notwendig den Schnuller zu verabreichen, wenn dieser gar nicht vom Baby verlangt wird – auch dies kommt öfters vor. Insbesondere, wenn ein Baby/Kind etwas lauter ist und sich die Eltern (oft berechtigt) denken, dass der/die Kleine eben müde ist wird der Schnuller gerne aus Bequemlichkeit „verabreicht“ – kein Wunder, dass die Kinder dann automatisch den Schnuller wollen, wenn Sie müde/krank/traurig sind.

Tipps und Tricks:

  • Nehmen sie sich immer einen Reserveschnuller mit (Schnuller fallen sehr oft runter bzw. gehen überhaupt verloren)
  • Waschen sie in den ersten Monaten die Schnuller oft ab (keinesfalls einen schmutzig gewordenen Schnuller wieder verwenden) und kochen (sterilisieren) sie diese auch.
  • Wechseln sie die Schnuller ca. alle 2-3 Monate aus
  • Spröde, rissige Schnuller sofort austauschen
  • Verwenden sie an ihrem Kinderwagen oder am Kindersitz im Auto eine „Schnullerkette“ – damit fällt der Schnuller nicht so oft auf den Boden.
  • Machen sie sich (und dem Kind) keinen Stress, sollte ihr Kind den Schnuller länger benötigen – oder kennen sie erwachsende Menschen, die mit Schnuller herumlaufen….eben…nur Geduld, Geduld.
  • Es gibt ein Buch mit der „Schnullerfee“, welche den Kindern (ab ca. 2,5 bis 3 Jahren) den Schnuller abnimmt und gegen ein nettes Geschenk austauscht. Hat bei beiden meiner Kinder wunderbar funktioniert. Die Kleine hat zwar aufgrund einer Krankheit den Schnuller nach ein paar Wochen wieder kurz bekommen – dafür war aber in dieser Zeit das Geschenk wieder weg….Konsequenz. Eine kleine Belohnung ist also durchaus angebracht.
  • Zuerst versuchen, den Schnuller unter Tags wegzulassen – später dann auch langsam am Abend.

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